Wohngebäudeversicherung

Im schlimmsten Fall können Sie Ihr Haus zwar nicht immer davor bewahren, Schaden durch Feuer, Sturm, Hagel oder Leitungswasserschäden zu nehmen. Allerdings können Sie sich durch eine gute Gebäudeversicherung zu mindestens gegen die finanziellen Folgen solcher Ereignisse absichern. Die Investition in ein eigenes Haus ist normalerweise die größte, die man im Laufe seines Lebens tätigt. Daher sollte diese Investition auch umfassend abgesichert werden. An Ihrem Haus können vielfältige Schäden eintreten. Es muss nicht immer nur ein Blitzeinschlag sein. Hier einige Schadensbeispiele: durch einen Sturm wird das Dach abgedeckt, aus einem Leitungswasserrohr dringt Wasser aus und es kommt zu Durchfeuchtungen des Mauerwerks, eine Überspannung im Netz führt zu einem Brand oder zerstört Ihren Fernseher. Solche Schäden gehen häufig in die Zehntausende. Eine gute Hausversicherung ist daher ein absolutes Muss. Um den für Ihre Immobilie besten Tarif zu finden, können Sie gerne unten stehenden Beitragsrechner nutzen, um einen umfassenden Wohngebäudeversicherung Vergleich durchzuführen. 


Wohngebäudeversicherung - Was ist versichert?

Versichert ist grundsätzlich das im Versicherungsschein bezeichnete Haus samt den mit dem Gebäude fest verbundenen Teile, also z.B. Ihre Satellitenschüssel. Ebenso versichert sind die dazu gehörenden Garagen oder Carports (in der Regel bis zu drei Stück), auf dem Grundstück befindliche Gartenhäuschen, Einfriedungen, Briefkastenanlagen und Photovoltaik- bzw. Solaranlagen. Aber auch eigens für das Gebäude angefertigte Einbaumöbel sind in aller Regel mit im Versicherungsschutz inbegriffen. Versichert ist auch das Zubehör, das dazu dient, das Haus instand zu halten oder es zu Wohnzwecken zu nutzen. Bei der Wohngebäudeversicherung handelt es sich um eine sog. „Neuwertversicherung“, das bedeutet, dass stets der Neuwert und nicht der Zeitwert ersetzt wird.  

Wohngebäudeversicherung - Was ist versichert?: Wie gestalten sich die Gebäudeversicherung Kosten

Nicht versichert sind hingegen Sachen, die der Mieter auf seine Kosten in das Gebäude eingebracht hat und hierfür auch die Gefahr trägt. Unter Umständen können solche Sachen aber gegen einen Beitragszuschlag mitversichert werden. Ein kurzes Beispiel hierfür wäre wenn der Mieter auf seine Kosten eine Duschkabine eingebaut hat. Diese ist demnach nicht automatisch mit versichert. Nicht versichert sind hier natürlich auch vorsätzlich herbeigeführte Schäden.

Bei grober Fahrlässigkeit hat der Versicherer grundsätzlich die Möglichkeit, seine Leistungen zu kürzen. Sie sollten daher stets darauf achten, dass bei Ihrer Versicherung auf die Einrede der groben Fahrlässigkeit verzichtet wird. Grobe Fahrlässigkeit wird nämlich beispielsweise bereits dann unterstellt, wenn Sie Ihr Haus kurzfristig zum Einkaufen verlassen und der Schlauch der Waschmaschine platzt.


Welche Schäden versichert die Hausversicherung?

Wie bereits ausgeführt, gibt es in der Wohngebäudeversicherung die drei Bausteine Feuer, Leitungswasser und Sturm/Hagel. Der Abschluss einer Feuerversicherung ist dabei für jeden Hauseigentümer Pflicht, auch wenn dies nicht gesetzlich vorgeschrieben ist. Die Versicherung der anderen beiden Bausteine ist ebenfalls grundsätzlich freiwillig und ist im Einzelfall abzuwägen. Ich persönlich würde in jedem Fall alle drei Bausteine wählen, um einen umfassenden Schutz zu gewährleisten.

Leitungswasserversicherung

Blitzschlag- und Feuerversicherung

Hagel- und Sturmversicherung

Zusatzoptionen

Auch bei der Wohngebäudeversicherung gibt es natürlich die Möglichkeit den Versicherungsumfang gegen einen Beitragszuschlag zu erweitern und perfekt an Ihre Wünsche und Ihre Situation anzupassen. 

Elementarversicherung

Die wohl wichtigste Zusatzoption im Rahmen der Hausversicherung ist wohl die Elementarversicherung, die in den meisten Fällen dringend anzuraten ist. Diese sichert auch sog. „Elementarschäden“ mit ab. Das sind Schäden die entstehen durch Überschwemmungen (in Folge von übertretenden Gewässern oder durch Starkregen) und Rückstau im Kanal, Erdsenkung, Erdfall, Erdrutsch, Schneedruck, Lawinen, Vulkanausbruch oder Erdbeben. In der Regel werden diese Risiken nur mit einer Selbstbeteiligung versichert. Da solche Schäden zumeist besonders beträchtlich sind und immense Kosten nach sich ziehen, kann ich Ihnen nur zu dieser Option raten!

Glasversicherung

Verfügen Sie über einen Wintergarten oder großflächige Glasfronten, kann eine zusätzliche Glasversicherung durchaus zu empfehlen sein, denn ein Schaden kann hier schnell richtig ins Geld gehen. Glasbruch wird nämlich nicht von Ihrer normalen Hausratversicherung abgedeckt und muss separat versichert werden. Unter dem verlinkten Beitrag finden Sie alle notwendigen Informationen hierzu. 

Weitere Zusatzleistungen

Darüberhinaus bieten gute Versicherer eine Reihe von Zusatzleistungen ohne Mehrbeitrag, auf die es sich unbedingt lohnt zu achten. So können An- und Umbauten, die Sie während des Jahres durchführen bis zur nächsten Beitragszahlung kostenfrei mitversichert sein. Da sich der Beitrag unter anderem nach der Wohnfläche richtet, müssen Sie diese baulichen Veränderungen unbedingt Ihrer Gebäudeversicherung mitteilen. Insbesondere dann wenn sich dadurch die Wohnfläche des versicherten Gebäudes erhöht. Bei vielen Tarifen besteht auch Versicherungsschutz, falls fest mit dem Gebäude verbundene Bestandteile gestohlen werden, z.B. kupferne Dachrinnen. Dies ist allerdings auch nicht in jeder Police automatisch enthalten.

Auch Überspannungsschäden an Ihren elektrischen Geräten, wie Ihrem Fernseher, Telefonanlage oder Computern können mit abgesichert werden, um im Falle eines Blitzeinschlags den Schaden ersetzt zu bekommen. Diese Schäden sind in aller Regel nicht von Haus aus mit abgesichert, wie Sie oben lesen konnten.


Wohngebäudeversicherung Vergleich - Rechner

Bevor Sie sich für einen Tarif entscheiden, sollten Sie unbedingt untenstehenden Wohngebäudeversicherung Vergleich benutzen, denn so sparen Sie nicht nur bares Geld, sondern finden auch die für Sie am besten geeignetste Police, die perfekt auf Ihre Lebenssituation zugeschnitten ist. Doch lassen Sie sich bitte nicht von allzugünstigen Angeboten blenden, sondern lesen Sie die Versicherungsbestimmungen aufmerksam durch, denn die günstigste Gebäudeversicherung nützt Ihnen nichts, wenn der eingetretene Schadensfall nicht abgedeckt ist. Auch wenn Sie bereits eine Hausversicherung besitzen, sollten Sie nach teuren Anschaffungen oder Umbauten einen erneuten Vergleich durchführen, um zu sehen ob Sie noch bestmöglichst abgesichert sind.


Wovon hängen die Gebäudeversicherung Kosten ab?

In erster Linie ergibt sich der Beitrag aus der Wohnfläche und natürlich nicht zuletzt aus dem Neubauwert der Immobilie, die Beiträge lassen sich daher nicht pauschal im Vorfeld voraussagen sondern hängen stark von der jeweiligen Immobilie ab. Die Wohnfläche ist dabei die Grundfläche aller Räume eines Wohnhauses einschließlich der Hobbyräume. Nicht zu berücksichtigen sind Treppen, Balkone, Loggien und Terrassen sowie Keller- und Dachbodenräume, die nicht zu Wohn- oder Hobbyzwecken ausgebaut sind. Befinden sich Garagen auf dem zu versichernden Anwesen, so wirken sich diese ebenfalls auf den Beitrag aus.

Ein weiterer Faktor für die schlussendlichen Gebäudeversicherung Kosten ist der Ausbauzustand des Hauses. Zum Beispiel ob das Dachgeschoss ausgebaut ist oder das Haus unterkellert ist. Entscheidend ist auch die Frage ob das Haus aus massivem Mauerwerk besteht oder ob es sich um ein Fertigteilhaus handelt. Auch bestimmte Anlagen können sich hier preislich bemerkbar machen. Hierzu zählen zum Beispiel Pools, Solaranlagen oder Fußbodenheizungen. Entscheidend ist auch das Baujahr des Hauses, denn ältere Gebäude verfügen oft auch noch über alte Leitungen, die statistisch eine höhere Gefahr besteht, dass diese defekt werden und im schlimmsten Fall zu Bränden führen.

Darüberhinaus ist auch die Lage Ihrer Immobilie entscheidend, denn nicht jeder Ort birgt auch das gleich Gefahrenpotential. Daher müssen Sie in obenstehenden Vergleichsrechner auch die Postleitzahl angeben. An manchen Orten ist zum Beispiel die Unwettergefahr oder die Wahrscheinlichkeit für Überschwemmungen deutlich höher als anderorts, was natürlich auch in irgendeiner Form im Beitrag berücksichtigt werden muss.


Was müssen Sie grundsätzlich beachten?

Auch bei der Wohngebäudeversicherung bestehen bestimmte „Obliegenheiten“ und Dinge, die es bei der Auswahl des Tarifs unbedingt zu beachten gilt, um nicht trotz Hausversicherung auf den Kosten sitzen zu bleiben oder eine unpassende Police auszuwählen. Auf die wichtigsten Punkte möchte ich daher kurz eingehen. 

Im Rahmen Ihrer Wohngebäudeversicherung sind Sie verpflichtet, alle Angaben, nach denen Sie im Antrag bzw. dem Vergleichsrechner gefragt werden, wahrheitsgemäß zu beantworten. Führen Sie daher alle zu versichernden Gebäude, also auch Garagen und Gartenhäuser sorgfältig mit auf, denn nur dann sind diese auch mitversichert! Außerdem müssen Sie alle gesetzlichen, behördlichen oder vertraglichen Sicherheitsvorschriften beachten.

Auch sog. „Gefahrerhöhungen“ müssen Sie Ihrem Versicherer melden. Das kann z.B. der Fall sein, wenn ein Gebäude längere Zeit nicht mehr genutzt wird, oder wenn Um- und Ausbaumaßnahmen durchgeführt worden sind. Auch ein nachträglich aufgenommenes Gewerbe kann zu einer Gefahrerhöhung beitragen. Bei Verletzung dieser und der anderen im Versicherungsschein genannten Pflichten, kann der Versicherer seine Leistungen im Rahmen der Gebäudeversicherung kürzen oder im Extremfall ganz verweigern. Lesen Sie daher die Vorgaben des Versicherers aufmerksam durch!

Wohngebäudeversicherung Vergleich - Finden Sie die perfekte Hausversicherung

Grobe Fahrlässigkeit Gebäudeversicherung

Entsteht ein Schaden an der Immobilie, da Sie grob fahrlässig gehandelt haben, kann es passieren, dass der Versicherer die Leistungen kürzt oder im schlimmsten Fall gar ganz streicht.

Von grober Fahrlässigkeit spricht man hier zum Beispiel, wenn Sie Kerzen unbeaufsichtigt brennen lassen. Achten Sie daher unbedingt darauf, dass der Tarif, für den Sie sich entscheiden, die Einrede grober Fahrlässigkeit ausschließt. Dies bedeutet, dass der Versicherer auch in solchen Fällen uneingeschränkt, bzw. bis zu einer definierten Summe haftet. Somit gehen Sie sicher, dass Sie durch eine unachtsame Sekunde, trotz Gebäudeversicherung am finanziellen Abgrund stehen.

Bauherrenhaftpflichtversicherung

Als Bauherr tragen Sie eine große Verantwortung und müssen sich um viele Dinge kümmern. Denken Sie beispielsweise an die Sicherung der Baustelle gegen unbefugtes Betreten oder an die angemessene Beleuchtung und das Räumen und Streuen im Winter. Was geschieht, wenn ein Kind auf der Baustelle spielt und in eine ungesicherte Baugrube fällt? Schnell kann es durch Unachtsamkeit zu einem Schaden mit hohen finanziellen Folgekosten kommen. Sie als Bauherr haften nach dem Gesetz für einen Schaden in voller Höhe und mit Ihrem gesamten Privatvermögen. Eine gute Bauherrenhaftpflichtversicherung ist daher auch in diesen Fällen ein absolutes Muss. Lesen Sie, ob eine Bauherrenversicherung für Sie sinnvoll ist und was es hier zu beachten gilt. 


Was ist in der Bauherrenhaftpflicht versichert?

Versichert ist Ihre gesetzliche Haftpflicht als Bauherr des Objekts, das im Versicherungsschein genannt ist. Ihr Schutz umfasst z.B. Schäden wegen der Verletzung von Verkehrssicherungspflichten oder Schäden durch Abbruch – und Grabearbeiten. Näheres finden Sie im nächsten Abschnitt des Beitrags. Für den Fall, dass Sie Bauarbeiten in Eigenregie ausführen, oder hierzu Nachbarschaftshilfe in Anspruch nehmen, können Sie in aller Regel den Versicherungsschutz gegen einen Beitragszuschlag erweitern. Der Umfang bzw. der Wert der Eigenleistung und Nachbarschaftshilfe ist bei der Antragstellung allerdings anzugeben.

Die Bauherrenhaftpflichtversicherung schützt Sie, wie erwähnt, beispielsweise bei Verletzung von sog. „Verkehrssicherungspflichten“. Solche Pflichten sind z.B. die Sicherung der Baustelle gegen unbefugtes Betreten, das Räumen und Streuen bei winterlichen Verhältnissen oder ausreichende Beleuchtung, so dass niemand in unersichtliche Baugruben fallen kann.

Eine weitere Pflichtverletzungen, bei der die Bauherrenhaftpflicht greifen würde, wäre die Missachtung der Überwachungspflicht, also die Überwachung der Baustelle hinsichtlich Sicherheit und Gefahrenpotentialen. Auch wenn sich die gewissenhaft ausgewählten Handwerker im Nachhinein als Fehlentscheidung herausstellen, bleiben Sie mit einer Bauherrenversicherung nicht auf den Schäden sitzen.

Sofern Sie mit der Planung und Ausführung Ihres Bauvorhabens eine Firma oder einen Architekten beauftragt haben, liegt die Verantwortung auch nur bedingt bei diesen, denn auch dies entbindet Sie nicht vollständig von der Haftung des Bauherren. Denn wie Sie im letzten Abschnitt des Beitrags lesen können, sind Sie nach wie vor verpflichtet die Sicherheit auf der Baustelle stichprobenartig zu kontrollieren.

Bauherrenhaftpflicht Vergleich - Finden Sie die perfekte Bauherrenversicherung

Welche Schäden versichert die Bauherrenversicherung?

Versichert sind Schadenersatzansprüche, die ein Dritter gegen Sie auf Grund gesetzlicher Haftpflichtbestimmungen privatrechtlichen Inhalts geltend macht und aus einer Pflichtverletzung (siehe vorangegangenen Abschnitt) Ihrerseits entstanden sind. Hierzu zählt, wenn eine Person verletzt oder getötet wurde (Personenschaden), eine Sache beschädigt oder zerstört wurde (Sachschaden) oder ein reiner Vermögensschaden verursacht worden ist.

Andere Beispiele sind Schäden durch Abbruch- und Grabearbeiten, Schäden durch Erdsenkungen oder Erdrutsche, die durch Ihr Bauvorhaben an Nachbargrundstücken entstehen, Schäden an Erdleitungen (Elektro-, Wasser-, Gasleitungen) sowie an elektrischen Frei- und Oberleitungen, Schäden an Gewässern (oberirdisch oder Grundwasser) durch austretende Schadstoffe oder Schäden wegen Erschütterungen. Die genaue Ausformulierung der mitversicherten Schäden finden Sie in den jeweiligen Versicherungsbedingungen, die ja nach Anbieter durchaus variieren können. Aufmerksames Lesen ist daher unerlässlich, um im Schadensfall böse Überraschungen zu vermeiden.

Nicht versichert sind etwa Ansprüche, die von Angehörigen gegen Sie erhoben werden oder Ansprüche von mitversicherten Personen. Weitere Ausschlüsse finden Sie in den Versicherungsbedingungen. Im Zweifelsfall sollten Sie unbedingt Rücksprache mit Ihrem Versicherer nehmen. Generell ausgeschlossen vom Versicherungsschutz sind auch hier vorsätzlich herbeigeführte Schäden.


Bauherrenhaftpflicht Vergleich

Manche Tarife zur privaten Haftpflichtversicherung können kleinere Bauvorhaben bis zu einem gewissen Wert oder bis zur vollen Versicherungssumme absichern. In einem solchen Fall ist keine zusätzliche Versicherung mehr nötig. In unten stehenden Tarifrechner, können Sie solche Tarife miteinander vergleichen. Wählen Sie einfach unter dem Punkt "Bauherrenhaftpflicht am Haus oder Grundstück" Ihre gewünschte Versicherungssumme aus. So finden Sie sicher die passende Police!

Bei den meisten Policen, gilt dies aber nur für Umbauten oder Renovierungsarbeiten am eignen Haus und eben nicht für Neubauten. Informieren Sie sich daher bitte unbedingt im Vorfeld bei Ihrem Versicherer bzw. lesen Sie die Versicherungsbestimmungen sorgfältig durch. Sollten Neubauten ausgeschlossen sein, sollten Sie Ihre Haftpflichtversicherung wechseln bzw. eine zusätzliche Bauherrenversicherung abschließen. Ein Vergleichsrechner für die Bauherrenhaftpflicht selbst, folgt in Kürze. 


Bauherrenhaftpflichtversicherung - Was ist zu beachten?

Achten Sie unbedingt auf eine ausreichend hohe Deckungssumme, um im Falle eines schweren Unfalls nicht trotz Versicherung mit Ihrem Privatvermögen haften zu müssen. Gängig sind heute oft Versicherungssummen von 15 Mio. €. Weniger als 5 Millionen Euro würde ich persönlich nicht wählen.

Bei kleineren Umbauarbeiten an Ihrem von Ihnen zu Wohnzwecken genutzten Einfamilienhaus bietet Ihnen in aller Regel bereits Ihre Privat-Haftpflichtversicherung ausreichenden Versicherungsschutz. In diesem Fall benötigen Sie keine gesonderte Bauherrenhaftpflichtversicherung. Im Zweifelsfall sollten Sie Rücksprache mit Ihrem Privat-Haftpflichtversicherer nehmen oder die jeweiligen Versicherungsbestimmungen durchsehen.

Der Beitrag in der Bauherrenversicherung richtet sich in erster Linie nach der Bausumme. Diese setzt sich zusammen aus den Kosten für Unternehmerleistungen, Baustoffe und Bauteile sowie dem Wert der Eigenleistungen einschließlich der Nachbarschaftshilfe. In aller Regel zahlen sie einen Einmalbeitrag, der für die gesamte Bauzeit gilt. Die Versicherung endet in aller Regel automatisch mit der Fertigstellung Ihres Hauses. Haben Sie für den Bau eines Fertighauses entschieden, ist die Bauzeit natürlich deutlich geringer als 24 Monate. Daher gibt es auch Policen mit sehr geringer Laufzeit, was sich natürlich auch positiv auf den Preis auswirkt. Benötigen Sie für den Bau doch mehr Zeit als zunächst angedacht, kann der Vertrag natürlich nach Absprache in den meisten Fällen auch gegen einen Zusatzbeitrag verlängert werden.


Pflichten des Versicherungsnehmers

Auch bei der Bauherrenhaftpflichtversicherung haben Sie bestimmte Obliegenheiten zu beachten, um Ihren Versicherungsschutz nicht zu gefährden. So haben Sie zum Beispiel bestimmte gefahrdrohende Umstände zu vermeiden bzw. zu beseitigen. Außerdem müssen Sie auch hier die Fragen im Versicherungsantrag stets wahrheitsgemäß und vollständig beantworten.

Sollte sich nach Vertragsschluss die Bausumme erhöhen, weil z.B. die Bauarbeiten doch einen größeren Umfang annehmen, als ursprünglich gedacht, so müssen Sie das unverzüglich melden. Bei Eintritt eines Schadens müssen Sie diesen unverzüglich Ihrem Versicherer melden und dessen Anweisungen strikt Folge leisten. Ist ein Schaden eingetreten, müssen Sie auch alles Zumutbare tun, um dessen Auswirkungen zu mindern. Daneben sollten Sie jedoch die Regulierung des Schadens Ihrem Versicherer überlassen und keinesfalls ohne Rücksprache Ansprüche anerkennen.

Darüberhinaus müssen Sie auch auf der Baustelle selbst einige Grundsätze beachten. Die in meinen Augen wichtigsten, möchte ich Ihnen nachfolgend kurz aufführen. Weitere Punkte finden Sie in den jeweiligen Bestimmungen Ihrer Bauherrenversicherung. So dürfen Sie beispielsweise nur ausgebildete Handwerker auf Ihrer Baustelle ans Werk lassen. Lassen Sie sich von Freunden oder Verwandten helfen, müssen Sie diese in aller Regel zunächst bei der Berufsgenossenschaft anmelden. Sprechen Sie dies auch unbedingt mit Ihrem Versicherer ab. 

Die Bauherrenhaftpflichtversicherung

Weiterhin sind Sie verpflichtet sich regelmäßig ein Bild von der Sicherheitslage auf Ihrer Baustelle zu machen und auch stichprobenweise die Arbeit der Handwerker zu überwachen, soweit Ihnen dies möglich ist. Natürlich müssen Sie nicht permanent anwesend sein. Fällt Ihnen ein Sicherheitsmangel auf, so sind Sie angehalten diesen notfalls selbst zu beseitigen.

Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung

Als Haus- und Grundstückseigentümer muss man sich um viele Dinge kümmern. Denken Sie beispielsweise an die Instandhaltung sowie an die Beleuchtung oder das Räumen und Streuen im Winter (Verkehrssicherungspflicht). Schnell kann es durch Unachtsamkeit zu einem Schaden kommen, der hohe finanzielle Belastungen nach sich zieht. Was passiert, wenn ein Passant auf dem glatten Gehweg vor Ihrem Haus oder auf dem unbeleuchteten Fußweg zum Eingang stürzt? Nach dem Gesetz haften Sie für den Schaden in voller Höhe. Der Inhaber eines Öltanks haftet sogar, ohne dass ihn ein eigenes Verschulden trifft. Eine gute Haftpflichtversicherung ist daher ein absolutes Muss. Gerne können Sie unten stehenden Tarifrechner nutzen, um schnell und einfach einen Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht Vergleich durchzuführen und so im Tarifdschungel die perfekte Police für sich zu finden.


Was versichert die Grundstücksversicherung genau?

Versichert ist grundsätzlich Ihre gesetzliche Haftpflicht als Vermieter des im Versicherungsschein genannten Anwesens. Bei Gemeinschaften von Wohnungseigentümern nach dem Wohnungseigentumsgesetz gilt: Versicherungsnehmer ist die Gemeinschaft der Wohnungseigentümer. Die Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung benötigen Sie also z.B. als Eigentümer eines vermieteten Einfamilienhauses oder eines Mehrfamilienhauses.

Versichert ist dann Ihre gesetzliche Haftpflicht aus Ihrem vermieteten Eigentum. Ihre selbst genutzte Eigentumswohnung ist bereits in Ihrer privaten Haftpflichtversicherung enthalten.

Ihr Schutz im Rahmen der Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung umfasst beispielsweise Schäden wegen Verletzung Ihrer Verkehrssicherungspflichten. Darunter versteht man die Pflicht Gefahrenquellen rund um das Grundstück zu sichern, also z.B. Räum- und Streupflichten, Beleuchtungspflichten, usw. Weiterhin umfasst die Versicherung auch das Vernachlässigen Ihrer Instandhaltungspflicht, also die Pflicht zur Beseitigung aller Schäden und Mängel des Hauses, die unabsichtlich vom Mieter verursacht worden sind.

Gewerblich genutzte Immobilien werden ebenfalls nicht mit abgedeckt. Hierfür wird eine andere Versicherung benötigt. Genauer gesagt eine Betriebshaftpflichtversicherung.

Eine Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung schütz Sie bei Vernachlässigung Ihrer Verkehrssicherungspflichten



Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung - Schäden

Versichert sind Schadenersatzansprüche, die ein Dritter gegen Sie auf Grund gesetzlicher Haftpflichtbestimmungen privatrechtlichen Inhalts geltend macht, weil eine Person verletzt oder getötet wurde (Personenschaden), eine Sache beschädigt oder zerstört wurde (Sachschaden) oder ein reiner Vermögensschaden verursacht worden ist. Die Grundstücksversicherung haftet demnach bei Schäden, die aus Vernachlässigkeit Ihrer Instandhaltungs- und Ihrer Verkehrssicherungspflicht entstanden sind.

Personenschäden

Sachschäden

Vermögensschäden

Achtung: Sie als Vermieter haften auch, wenn Sie die Räum- und Streupflichten auf Ihre Mieter übertragen haben! Der Gesetzgeber fordert hier eine Kontrolle Ihrerseits über die Erfüllung dieser Pflichten. Auch andere Schäden, die Dritten durch Ihre Mieter entstehen fallen teilweise unter diese Regelung!

Gut zu wissen ist auch, dass die Grundstücksversicherung einen passiven Rechsschutz mit sich bringt. Unbegründete Forderungen im Rahmen der Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht werden von der Versicherungsgesellschaft mit allen nötigen Mitteln (Gutachter usw.) angefochten. 

Nicht versichert sind solche Schäden, die z.B. durch höhere Gewalt, wie etwa Sturm, Hagel, Feuchtigkeit oder extreme Hitze entsehen. Hierfür benötigen Sie eine Wohngebäude- und eine Elementarversicherung. Sehr große Grundstücke werden von manchen Anbietern ebenfalls ausgeschlossen. Nicht versichert sind natürlich auch hier Schäden, die Sie vorsätzlich herbeigeführt haben.


Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht Vergleich

Nachfolgend finden Sie einen umfassenden Vergleichsrechner von Tarifcheck.de. Mit diesem können Sie verschiedenste Tarife von unzähligen Versicherern miteinander vergleichen. Um die Suche auf Ihre Gegebenheiten und Besitztümer anzupassen, können Sie das Formular mit entsprechenden Informationen füttern. So finden Sie sicher den perfekten Tarif für sich.


Einflüsse auf die Beitragshöhe

Die Beitragshöhe der Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab, die Sie alle in oben stehenden Vergleichsrechner entsprechend angeben können. Die wichtigsten Einflussfaktoren habe ich Ihnen nachstehend kurz aufgeführt.

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    Risikoart (Ein- oder Mehrfamilienhaus, unbebautes Grundstück, ...)
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    Eigentumsart (Allein- oder Gemeinschaftseigentum)
  • lightbulb-o
    Jahresbruttomiete (Miete incl. aller Nebenkosten)
  • Anzahl der enthaltenden  Wohneinheiten
  • Anzahl an Garagen und Stellplätzen
  • Versicherungssumme

Ein möglicher Vorschaden und die gewünschte Vertragslaufzeit haben ebenfalls einen Einfluss auf den schlussendlichen Jahresbeitrag. Auch diese Punkte sind im oben stehenden Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht Vergleich entsprechend berücksichtigt worden.


Dies gilt es zu beachten

Beachten Sie bitte, dass eine Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung nicht automatisch für alle Ihre Grundstücke und Immobilien gilt sondern ortsgebunden ist. Dies bedeutet, dass sie für jedes einzelne Gebäude eine separate Police benötigen! Vier Immobilien bedeuten demnach auch vier einzelne Verträge. Sind in einer Immobilie allerdings mehrere Mietswohnungen, sind diese natürlich mit einer einzelnen Police versichert.

Viele Privathaftpflicht-Policen sichern oft auch vermietete, selbst genutzte Immobilien mit ab. Haben Sie also Ihre Einliegerwohnung vermietet, kann diese unter Umständen auch bereits versichert sein. Falls dies nicht der Fall ist, können Sie gerne unseren Tarifrechner zur privaten Haftpflicht nutzen, um einen solchen Tarif zu finden. 

Auch bei unbebauten Grundstücken ist eine Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht durchaus sinnvoll, denn auch hier können Gefahren für Passanten entstehen. Je größer das Grundstück, desto mehr Gefahrenquellen gibt es theoretisch auch. Kommt ein Passant zu Schaden, relativeren sich die Beitragskosten schnell, zumal diese nicht sonderlich hoch sind.

Als Vermieter steht es Ihnen nach aktuellem Rechtsstand zu, die Beiträge auf die Mieter umzulegen. Es ist allerdings zwingend notwendig diese explizit darauf hinzuweisen und das bereits im Mietvertrag. Es muss also exakt daraus hervor gehen, wie viel der Mieter für was zahlt. 

Ein Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht Vergleich lohnt sich auf bei unbebauten Grundstücken

Auch bei der Grundstücksversicherung haben Sie bestimmte Obliegenheiten zu beachten, um Ihren Versicherungsschutz nicht zu gefährden. So haben Sie bestimmte gefahrdrohende Umstände zu vermeiden bzw. zu beseitigen. Bei Eintritt eines Schadens müssen Sie diesen unverzüglich Ihrem Versicherer melden und dessen Anweisungen Folge leisten.

Hausratversicherung – Schützen Sie Ihr Hab und Gut!

Zu Hause kann viel passieren: durch Feuer oder austretendes Leitungswasser verursachte Schäden am Hausrat sind häufig besonders kostspielig, Blitzschlag und Überspannungsschäden durch Blitz verursachen den Großteil aller Wohnungsbrände. Einbrechern genügen oft lediglich wenige Sekunden, um Türen oder Fenster aufzuhebeln, weiterhin nimmt die Anzahl und die Intensität von Sturmereignissen immer weiter zu, dadurch wird häufig auch Hausrat in Mitleidenschaft gezogen. Mit einer guten Hausratversicherung lässt sich zumindest der finanzielle Schaden ausgleichen, so dass Sie möglichst schnell wieder zum normalen Alltag übergehen können. Erfahren Sie ob eine Hausratversicherung sinnvoll ist, welche Versicherungssumme notwendig ist und welche Schäden eigentlich abgedeckt werden. In Kürze gelangen Sie am Ende der Seite direkt zum Hausratversicherungs Vergleich mit Tarifrechner, damit finden Sie die preiswerteste Police!


Was ist in der Hausratversicherung versichert?

Versichert ist grundsätzlich der gesamte Hausrat der im Versicherungsschein genannten Wohnung. Zum Hausrat gehören prinzipiell alle Sachen, die in Ihrem Haushalt zur privaten Nutzung dienen. Dazu zählt alles, womit Sie sich einrichten, was Sie gebrauchen oder verbrauchen

Das können zum einen natürlich Ihre Möbel, Ihre Haushaltsgeräte aber sogar auch Ihre Lebensmittel sein. Auch Wertsachen sind in der Regel mit einem bestimmten Höchstbetrag versichert, der je nach Anbieter natürlich variieren kann.

Wertsachen sind z.B. unter anderem Bargeld, Urkunden, Schmuck, Gemälde oder wertvolle Antiquitäten. Haben Sie Laminat in Ihrer Mietwohnung verlegt, ist auch dieses mitversichert. Auch Ihre Einbauküche, sofern Sie diese wieder ausbauen könnten, ist abgesichert.


Nicht zum Hausrat gehören allerdings diejenigen Sachen, die Bestandteil des Hauses selbst sind, wie z. B. Satellitenanlagen oder auch fest installierte Ausstattungsgegenstände, wie z.B. Waschbecken, Badewannen. Versichert sind somit alle "beweglichen" Dinge in Ihrem Haushalt, auch wenn diese nur geliehen sind.


Wo besteht Versicherungsschutz?

Versicherungsschutz besteht zunächst natürlich in Ihrer Wohnung selbst. Das sind alle Wohnräume, aber auch der Keller und Dachräume, die zur Wohnung gehören. Selbst wenn einzelne Wohnräume gewerblich genutzt werden, sind auch diese mitversichert. Zur Wohnung aus Versicherersicht gehörende Balkone sowie Terrassen. Garagen sind ebenso eingeschlossen.

Auch Hausrat in gemeinschaftlich genutzten Fahrradabstellräumen oder Waschkellern ist versichert. Im Rahmen der sog. „Außenversicherung“ ist Hausrat auch außerhalb der bisher genannten Räumlichkeiten versichert. Das gilt zum Beispiel, wenn Sie mit "Hausratgegenständen" auf Reisen gehen oder Sie solche in Spinden oder Umkleidekabinen zwischenlagern. Näheres hierzu ist in den jeweiligen Versicherungsbestimmungen geregelt.

Bei vorsätzlich herbeigeführten Schäden zahlt die Versicherung natürlich nicht. Wurde ein Schaden grob fahrlässig herbeigeführt, hat der Versicherer auch das gute Recht, seine Leistungen drastisch zu kürzen. Einige Versicherer bieten allerdings Tarife an, bei denen sie auf die Einrede der groben Fahrlässigkeit verzichten. Das heißt sie zahlen beispielsweise auch bei Einbrüchen, die durch gekippte Fenster begünstigt wurden. 

Grobe Fahrlässigkeit liegt bereits dann vor, wenn Sie Ihre Erdgeschoßwohnung zum Einkaufen verlassen und durch ein gekipptes Fenster ein Einbrecher in die Wohnung einsteigt. Bei der Auswahl Ihres Versicherers sollten Sie also darauf achten, einen Tarif zu wählen, bei dem auf die Einrede der groben Fahrlässigkeit verzichtet wird. Im schlimmsten Fall könnte es Sie sonst sehr teuer zu stehen kommen.

Hausratversicherung Vergleich - Was deckt die Hausratversicherung ab?

Was deckt die Hausratversicherung ab?

Der Versicherungsschutz der Versicherung erstreckt sich über nahezu alle erdenklichen Schadensursachen, so unwahrscheinlich manche davon auch sein mögen. Die standardmäßig abgedeckten Schäden bzw. deren Ursachen, habe ich Ihnen nachstehend kurz aufgeführt:

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    Brand, Blitzschlag, Sturm oder Hagel
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    Schäden durch Leitungswasser (z.B. bei Rohrbrüchen)
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    Explosion, Verpuffung, Implosion und sogar Überschalldruckwellen
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    Anprall eines Schienen-, Wasser- oder Straßenfahrzeugs
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     Anprall oder Absturz eines Luftfahrzeugs, seiner Teile oder seiner Ladung
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    Einbruchdiebstahl, Vandalismus nach einem Einbruch, Raub oder dem Versuch einer solchen Tat

Aber in der Regel ist auch der Einschluss von Schäden durch Elementarereignisse, also zum Beispiel Erdbeben, Überschwemmungen oder Lawinen gegen einen überschaubaren Beitragszuschlag, im Rahmen einer Elementarversicherung, möglich. Im Rahmen der Hausratversicherung ist auch oft der Fahrraddiebstahl gegen einen Mehrbeitrag versicherbar. Besitzen Sie einen Wintergarten, großflächige Glasfronten oder hochwertige Glasmöbel, kann es oft auch sinnvoll sein im Rahmen der Hausratversicherung eine zusätzliche Glasversicherung abzuschließen. In den verlinkten Beiträgen erfahren Sie mehr hierzu.

Bei der Hausratversicherung gelten aber auch generelle Ausschlüsse: So sind Schäden durch kriegerische Ereignisse oder durch Kernenergieunfälle beziehungsweise nukleare Strahlung nicht versichert. Beschädigungen, die zum Beispiel in Folge eines Falles, oder einfach so entstehen sind ebenfalls nicht versichert. Fällt Ihnen also eine Vase runter, ist diese leider nicht mitversichert. Gleiches gilt auch für Diebstähle auf offener Straße, die ohne Gewalteinwirkung von statten gehen.


In welcher Höhe sind Schäden abgedeckt?

Bei einem Schaden ist der beschädigte Gegenstand in der Regel nicht mehr zu gebrauchen und muss ersetzt werden. Aus diesem Grund muss die Hausratversicherungs-Versicherungssumme so gewählt werden, dass sie den Ersatz sämtlicher in den versicherten Räumen befindlichen Gegenstände zum Neuwert ermöglicht.

Hierzu wird die Wohnfläche mit einem bestimmten Faktor multipliziert, den der Versicherer vorgibt. Ist die Hausratversicherungs-Versicherungssumme niedriger als der Versicherungswert, erfolgt eine Kürzung der Entschädigung im entsprechenden Verhältnis. Sie sollten also darauf achten, dass Sie stets zum Neuwert versichert sind.

Wenn Sie diese pauschale Methode verwenden, kann es natürlich auch sein, dass die so berechnete Summe unter dem tatsächlichen Wert der kaputten Gegenstände liegt. In den meisten Fällen schließen die Versicherer eine solche Unterversicherung meistens vertraglich aus und bezahlen den vollständigen Schaden.

Wann ist eine Hausratversicherung sinnvoll?



Ist eine Hausratversicherung sinnvoll?

Die Frage, ob eine Hausratversicherung sinnvoll ist, sich für Sie lohnt und ob Sie wirklich eine abschließen sollten, lässt sich recht leicht beantworten und hängt entscheidend von der Antwort auf die Frage ab, ob Sie es sich theoretisch leisten könnten im Ernstfall alle benötigten Gegenstände Ihrer Wohnung zu ersetzen.

In aller Regel können dies allerdings die wenigsten Menschen. Somit finde ich eine Hausratversicherung sinnvoll und halte sie für eine notwendige Versicherung, um im Schadensfall nicht am Abgrund seiner Existenz zu stehen. Sie ist damit für jeden empfehlenswert, der sein Hab und Gut finanziell absichern möchte. Besonders in Anbetracht der Tatsache, dass die jährlichen Beiträge wirklich überschaubar sind. Wenn selbst nur ein mittelgroßer Schaden in Ihrem Leben eintritt, den die Versicherung deckt, sind die bis dahin gezahlten Beiträge in aller Regel deutlich geringer, als der entstandene Schaden. 

Durch die oben beschriebenen Zusatzbausteine, wie einer Fahrradversicherung, lässt sich die Versicherung zudem individuell an Ihre Lebenssituation anpassen. So ist bestmöglicher und umfassender Schutz garantiert.


Was müssen Sie grundsätzlich beachten?

Auch bei der Hausratversicherung bestehen bestimmte „Obliegenheiten“. So sind Sie verpflichtet, alle gesetzlichen, behördlichen oder vertraglichen Sicherheitsvorschriften zu beachten. In der kalten Jahreszeit müssen Sie Ihre Wohnung beispielsweise so beheizen, dass keine Leitungen einfrieren; andernfalls müssten Sie diese entleeren.

Zudem sind Sie verpflichtet mögliche Gefahrenerhöhungen zu melden, also Umstände, die den Eintritt eines Schadenfalls begünstigen. Auch längere Abwesenheit aus Ihrer Wohnung gilt bereits als Gefahrenerhöhung, da Diebe so ein leichteres Spiel haben. Der genaue Zeitraum ab dem dies meldepflichtig wird, geht aus Ihrem Vertrag hervor.

Bei Verletzung dieser Pflichten, kann der Versicherer seine Leistungen kürzen oder im Extremfall ganz verweigern. Bei einem Umzug nehmen Sie Ihre Versicherung natürlich mit. Während des Umzugs selbst besteht für beide Wohnungen Versicherungsschutz. Da sich der Beitrag ja nach der Wohnfläche errechnet, müssen Sie Ihrem Versicherer darüber natürlich in Kenntnis setzen.

Zudem sollten Sie Ihren Besitz regelmäßig dokumentieren bzw. Ihre Kaufbelege, besonders bei Neuanschaffungen aufbewahren. So ist sicher gestellt, dass Sie den Schaden auch bei verloren gegangenen oder gestohlenen Gegenständen  ersetzt bekommen, da Sie so nachweisen können, dass Sie den Gegenstand besessen haben. Das zusätzliche Aufnehmen von Fotos von Ihrer Wohnung kann hier zusätzliche Sicherheit schaffen. Wenn Sie die Fotos zum Beispiel online speichern, sind diese auch im Brandfall sicher.


Der Hausratversicherungs Vergleich lohnt sich!

In den oben stehenden Abschnitten habe ich es bereits angedeutet, die Leistungen der einzelnen Anbieter variieren teils erheblich, lassen Sie sich daher nicht allein vom Jahresbeitrag blenden. Der günstigste Jahresbeitrag nutzt am Ende nichts, wenn die Versicherung sich weigert den Schaden zu begleichen, weil dieser nicht abgedeckt war. Ich kann Ihnen daher nur zu einem intensiven Hausratversicherungs Vergleich raten. Nachstehend finden Sie einen Vergleichsrechner des Anbieters Tarifcheck.de direkt auf unserer Seite. Finden Sie den besten Tarif!

Glasversicherung

Scherben bringen zwar sprichwörtlich Glück, aber in den meisten Fällen nur Ärger und hohe Kosten. Im Fall der Fälle bietet die Glasbruchversicherung Schutz und leistet Ersatz und zuverlässige Hilfe im Schadensfall. Diese kann als Zusatz zu Ihrer Hausratsversicherung abgeschlossen werden und erweitert deren Leistungsumfang erheblich. Erfahren Sie welcher Glasbruch und welche Gläser in Ihrem Haushalt mitversichert sind und ob eine zusätzliche Glasversicherung sinnvoll ist. Ein intensiver Glasversicherung Vergleich ist dringend anzuraten. 


Was ist alles mitversichert?

Versichert sind die im Versicherungsschein genannten Scheiben, Platten und Spiegel aus Glas, sofern sie fertig eingesetzt oder fertig montiert sind. Bei vielen Versicherern kommt es dabei nicht auf die Art und Weise der Gestaltung an. Einige Anbieter machen Einschränkungen auch hinsichtlich der Größe. Manche Versicherer ermitteln den Beitrag nach der Fläche, manche pauschal. Bei manchen ist das Ceranfeld beim Herd beitragsfrei eingeschlossen, bei manchen ist dies nur gegen Zusatzbeitrag versichert. In der Regel sind bei den verschiedenen Anbietern auch Duschabtrennungen oder ähnliches aus Kunststoff beitragsfrei mitversichert. Es lohnt sich daher vor Vertragsabschluss einen genaueren Blick in die Versicherungsbestimmungen zu werfen.

Nicht versichert sind grundsätzlich natürlich Sachen, die bei Antragstellung bereits beschädigt waren. Vom Versicherungsschutz ausgeschlossen sind generell auch optische Gläser (Brillen u.ä.), Hohlgläser (z.B. Vasen), Geschirr, Beleuchtungskörper und Handspiegel sowie die Scheiben von Fernsehern oder Computern. Auch das Display von Ihrem Smartphone ist bei einem Sturz in aller Regel nicht mitversichert.

Sofern Sie eine Hausratversicherung abgeschlossen haben und Schäden an Verglasungen in Folge der dort versicherten Risiken eingetreten sind, greift zunächst die Hausratversicherung.

Glasversicherung Vergleich - Wer zahlt welchen Glasschaden bzw. Glasbruch?

Ähnlich verhält es sich bei Glasschäden, die in Folge von Ereignissen auftreten, bei denen Versicherungsschutz im Rahmen einer Wohngebäudeversicherung besteht. Die Hausratversicherung greift allerdings nur bei Glasschäden, die in Folge von Feuer, Leitungswasser, Einbruchsdiebstahl oder Sturm und Hagel entstanden sind. Fällt Ihnen eine Tasse auf Ihren Glastisch, ist dieser nicht mit abgedeckt und sie bleiben ohne Glasversicherung auf den Kosten sitzen.


Gegen welchen Glasbruch besteht Versicherungsschutz?

Der Versicherer leistet, wenn die im Versicherungsschein genannten, fertig eingesetzten oder fertig montierten Glasscheiben, -platten oder -spiegel zerbrechen. Ein Sprung bzw ein Riss, der von der Vorder- bis hin zur Rückseite reicht, ist allerdings auch versichert, dieser wird von vielen Versicherern auch als vollwertiger Glasbruch gewertet. Auch für Räume die beruflich oder gewerblich genutzt werden besteht Versicherungsschutz. 

Kein Versicherungsschutz besteht allerdings, wenn die betroffenen Sachen lediglich oberflächliche Kratzer und Schrammen oder Absplitterungen an den Kanten aufweisen. Schäden, die durch allgemeine Ausnahmezustände oder andere durch Menschen verursachte Katastrophen verursacht wurden, sind  nicht versichert. Hierzu zählen beispielsweise Krieg, innerere Unruhen, wie etwa Aufstände oder nukleare Unglücke.


Gebäude- und Mobiliarschutz

Es besteht die Möglichkeit, ein gesamtes Gebäude oder Teile davon (z.B. die gemeinschaftlich genutzten Räume) oder einzelne Wohnungen zu versichern. Beim Gebäudeschutz erstreckt sich der Versicherungsschutz auf alle Gebäudeverglasungen. Das sind z.B. die Fenster- und Türverglasungen, aber auch Ihr Wintergarten. 

Ceranfeld - Hier ist eine zusätzliche Glasversicherung sinnvoll

Beim Mobiliarschutz sind -wie der Name schon sagt- nur die Mobiliarverglasungen (z.B. Aquarium, Terrarium, Virtrinen oder Bilderrahmen) und unter Umständen das Glaskeramik-Kochfeld versichert.

Der Mobiliarschutz empfiehlt sich daher für den Mieter; der Gebäudeschutz für den Hauseigentümer. Eigentümer von Einfamilienhäusern benötigen beide Versicherungen. In der Regel werden in diesen Fällen von den Versicherern Pauschalangebote gemacht.

Bei der Glasversicherung wird die Versicherungsleistung in der Regel in Form des sog. „Naturalersatzes“ erbracht. Das bedeutet, Sie müssen kein Geld vorstrecken. Der Versicherer veranlasst, dass Ihnen Sachen gleicher Art und Güte in neuwertigem Zustand geliefert und montiert werden. Nachfolgende Kosten wie etwa für nötige Malerarbeiten werden von den allermeisten Versicherern ebenfalls übernommen.

Bei einem Umzug geht, wie bei der Hausratversicherung, der Versicherungsschutz auf die neue Wohnung über. Während des Umzugs besteht Versicherungsschutz für beide Wohnungen.


Für wen ist eine Glasversicherung sinnvoll?

Die wichtigste Frage ist natürlich ob sich eine zusätzliche Glasbruchversicherung nun auch wirklich lohnt. Dies hängt natürlich zunächst von den Beiträgen der Versicherung bzw. der Beitragserhöhung im Rahmen der Wohngebäude- bzw. Hausratsversicherung ab. Hier lohnt es sich auf alle Fälle einen Glasversicherung Vergleich zwischen den einzelnen Anbietern durchzuführen.

Ob sich der Abschluss lohnt hängt dann natürlich noch von der Menge an gläsernen Objekten in Ihrem Haushalt ab, die unter den Versicherungsschutz fallen und zu Bruch gehen könnten. Haben Sie also große Fensterfronten, teure Glastische, Glastüren oder einen Wintergarten, ist eine Glasversicherung sinnvoll und in vielen Fällen auch anzuraten, da auch ausreichende Notverglasungen mit abgedeckt sind, was besonders im Winter wahrlich Gold wert ist.  


Der Glasversicherung Vergleich lohnt sich!

Wie bereits in den vorangegangenen Abschnitten geschildert, variieren die Leistungen ja nach Versicherer teils erheblich, so sind z.B. nicht überall Kunststoffscheiben, wie etwa Duschabtrennungen, gegen Glasbruch mit versichert. Mit der Leistung variiert so natürlich auch der Preis. Ein gründlicher Glasversicherung Vergleich lohnt sich daher auf jeden Fall!