Wohngebäudeversicherung

Wohngebäudeversicherung

Im schlimmsten Fall können Sie Ihr Haus zwar nicht immer davor bewahren, Schaden durch Feuer, Sturm, Hagel oder Leitungswasserschäden zu nehmen. Allerdings können Sie sich durch eine gute Gebäudeversicherung zu mindestens gegen die finanziellen Folgen solcher Ereignisse absichern. Die Investition in ein eigenes Haus ist normalerweise die größte, die man im Laufe seines Lebens tätigt. Daher sollte diese Investition auch umfassend abgesichert werden. An Ihrem Haus können vielfältige Schäden eintreten. Es muss nicht immer nur ein Blitzeinschlag sein. Hier einige Schadensbeispiele: durch einen Sturm wird das Dach abgedeckt, aus einem Leitungswasserrohr dringt Wasser aus und es kommt zu Durchfeuchtungen des Mauerwerks, eine Überspannung im Netz führt zu einem Brand oder zerstört Ihren Fernseher. Solche Schäden gehen häufig in die Zehntausende. Eine gute Hausversicherung ist daher ein absolutes Muss. Um den für Ihre Immobilie besten Tarif zu finden, können Sie gerne unten stehenden Beitragsrechner nutzen, um einen umfassenden Wohngebäudeversicherung Vergleich durchzuführen. 


Wohngebäudeversicherung - Was ist versichert?

Versichert ist grundsätzlich das im Versicherungsschein bezeichnete Haus samt den mit dem Gebäude fest verbundenen Teile, also z.B. Ihre Satellitenschüssel. Ebenso versichert sind die dazu gehörenden Garagen oder Carports (in der Regel bis zu drei Stück), auf dem Grundstück befindliche Gartenhäuschen, Einfriedungen, Briefkastenanlagen und Photovoltaik- bzw. Solaranlagen. Aber auch eigens für das Gebäude angefertigte Einbaumöbel sind in aller Regel mit im Versicherungsschutz inbegriffen. Versichert ist auch das Zubehör, das dazu dient, das Haus instand zu halten oder es zu Wohnzwecken zu nutzen. Bei der Wohngebäudeversicherung handelt es sich um eine sog. „Neuwertversicherung“, das bedeutet, dass stets der Neuwert und nicht der Zeitwert ersetzt wird.  

Wohngebäudeversicherung - Was ist versichert?: Wie gestalten sich die Gebäudeversicherung Kosten

Nicht versichert sind hingegen Sachen, die der Mieter auf seine Kosten in das Gebäude eingebracht hat und hierfür auch die Gefahr trägt. Unter Umständen können solche Sachen aber gegen einen Beitragszuschlag mitversichert werden. Ein kurzes Beispiel hierfür wäre wenn der Mieter auf seine Kosten eine Duschkabine eingebaut hat. Diese ist demnach nicht automatisch mit versichert. Nicht versichert sind hier natürlich auch vorsätzlich herbeigeführte Schäden.

Bei grober Fahrlässigkeit hat der Versicherer grundsätzlich die Möglichkeit, seine Leistungen zu kürzen. Sie sollten daher stets darauf achten, dass bei Ihrer Versicherung auf die Einrede der groben Fahrlässigkeit verzichtet wird. Grobe Fahrlässigkeit wird nämlich beispielsweise bereits dann unterstellt, wenn Sie Ihr Haus kurzfristig zum Einkaufen verlassen und der Schlauch der Waschmaschine platzt.


Welche Schäden versichert die Hausversicherung?

Wie bereits ausgeführt, gibt es in der Wohngebäudeversicherung die drei Bausteine Feuer, Leitungswasser und Sturm/Hagel. Der Abschluss einer Feuerversicherung ist dabei für jeden Hauseigentümer Pflicht, auch wenn dies nicht gesetzlich vorgeschrieben ist. Die Versicherung der anderen beiden Bausteine ist ebenfalls grundsätzlich freiwillig und ist im Einzelfall abzuwägen. Ich persönlich würde in jedem Fall alle drei Bausteine wählen, um einen umfassenden Schutz zu gewährleisten.

Leitungswasserversicherung

Blitzschlag- und Feuerversicherung

Hagel- und Sturmversicherung

Zusatzoptionen

Auch bei der Wohngebäudeversicherung gibt es natürlich die Möglichkeit den Versicherungsumfang gegen einen Beitragszuschlag zu erweitern und perfekt an Ihre Wünsche und Ihre Situation anzupassen. 

Elementarversicherung

Die wohl wichtigste Zusatzoption im Rahmen der Hausversicherung ist wohl die Elementarversicherung, die in den meisten Fällen dringend anzuraten ist. Diese sichert auch sog. „Elementarschäden“ mit ab. Das sind Schäden die entstehen durch Überschwemmungen (in Folge von übertretenden Gewässern oder durch Starkregen) und Rückstau im Kanal, Erdsenkung, Erdfall, Erdrutsch, Schneedruck, Lawinen, Vulkanausbruch oder Erdbeben. In der Regel werden diese Risiken nur mit einer Selbstbeteiligung versichert. Da solche Schäden zumeist besonders beträchtlich sind und immense Kosten nach sich ziehen, kann ich Ihnen nur zu dieser Option raten!

Glasversicherung

Verfügen Sie über einen Wintergarten oder großflächige Glasfronten, kann eine zusätzliche Glasversicherung durchaus zu empfehlen sein, denn ein Schaden kann hier schnell richtig ins Geld gehen. Glasbruch wird nämlich nicht von Ihrer normalen Hausratversicherung abgedeckt und muss separat versichert werden. Unter dem verlinkten Beitrag finden Sie alle notwendigen Informationen hierzu. 

Weitere Zusatzleistungen

Darüberhinaus bieten gute Versicherer eine Reihe von Zusatzleistungen ohne Mehrbeitrag, auf die es sich unbedingt lohnt zu achten. So können An- und Umbauten, die Sie während des Jahres durchführen bis zur nächsten Beitragszahlung kostenfrei mitversichert sein. Da sich der Beitrag unter anderem nach der Wohnfläche richtet, müssen Sie diese baulichen Veränderungen unbedingt Ihrer Gebäudeversicherung mitteilen. Insbesondere dann wenn sich dadurch die Wohnfläche des versicherten Gebäudes erhöht. Bei vielen Tarifen besteht auch Versicherungsschutz, falls fest mit dem Gebäude verbundene Bestandteile gestohlen werden, z.B. kupferne Dachrinnen. Dies ist allerdings auch nicht in jeder Police automatisch enthalten.

Auch Überspannungsschäden an Ihren elektrischen Geräten, wie Ihrem Fernseher, Telefonanlage oder Computern können mit abgesichert werden, um im Falle eines Blitzeinschlags den Schaden ersetzt zu bekommen. Diese Schäden sind in aller Regel nicht von Haus aus mit abgesichert, wie Sie oben lesen konnten.


Wohngebäudeversicherung Vergleich - Rechner

Bevor Sie sich für einen Tarif entscheiden, sollten Sie unbedingt untenstehenden Wohngebäudeversicherung Vergleich benutzen, denn so sparen Sie nicht nur bares Geld, sondern finden auch die für Sie am besten geeignetste Police, die perfekt auf Ihre Lebenssituation zugeschnitten ist. Doch lassen Sie sich bitte nicht von allzugünstigen Angeboten blenden, sondern lesen Sie die Versicherungsbestimmungen aufmerksam durch, denn die günstigste Gebäudeversicherung nützt Ihnen nichts, wenn der eingetretene Schadensfall nicht abgedeckt ist. Auch wenn Sie bereits eine Hausversicherung besitzen, sollten Sie nach teuren Anschaffungen oder Umbauten einen erneuten Vergleich durchführen, um zu sehen ob Sie noch bestmöglichst abgesichert sind.


Wovon hängen die Gebäudeversicherung Kosten ab?

In erster Linie ergibt sich der Beitrag aus der Wohnfläche und natürlich nicht zuletzt aus dem Neubauwert der Immobilie, die Beiträge lassen sich daher nicht pauschal im Vorfeld voraussagen sondern hängen stark von der jeweiligen Immobilie ab. Die Wohnfläche ist dabei die Grundfläche aller Räume eines Wohnhauses einschließlich der Hobbyräume. Nicht zu berücksichtigen sind Treppen, Balkone, Loggien und Terrassen sowie Keller- und Dachbodenräume, die nicht zu Wohn- oder Hobbyzwecken ausgebaut sind. Befinden sich Garagen auf dem zu versichernden Anwesen, so wirken sich diese ebenfalls auf den Beitrag aus.

Ein weiterer Faktor für die schlussendlichen Gebäudeversicherung Kosten ist der Ausbauzustand des Hauses. Zum Beispiel ob das Dachgeschoss ausgebaut ist oder das Haus unterkellert ist. Entscheidend ist auch die Frage ob das Haus aus massivem Mauerwerk besteht oder ob es sich um ein Fertigteilhaus handelt. Auch bestimmte Anlagen können sich hier preislich bemerkbar machen. Hierzu zählen zum Beispiel Pools, Solaranlagen oder Fußbodenheizungen. Entscheidend ist auch das Baujahr des Hauses, denn ältere Gebäude verfügen oft auch noch über alte Leitungen, die statistisch eine höhere Gefahr besteht, dass diese defekt werden und im schlimmsten Fall zu Bränden führen.

Darüberhinaus ist auch die Lage Ihrer Immobilie entscheidend, denn nicht jeder Ort birgt auch das gleich Gefahrenpotential. Daher müssen Sie in obenstehenden Vergleichsrechner auch die Postleitzahl angeben. An manchen Orten ist zum Beispiel die Unwettergefahr oder die Wahrscheinlichkeit für Überschwemmungen deutlich höher als anderorts, was natürlich auch in irgendeiner Form im Beitrag berücksichtigt werden muss.


Was müssen Sie grundsätzlich beachten?

Auch bei der Wohngebäudeversicherung bestehen bestimmte „Obliegenheiten“ und Dinge, die es bei der Auswahl des Tarifs unbedingt zu beachten gilt, um nicht trotz Hausversicherung auf den Kosten sitzen zu bleiben oder eine unpassende Police auszuwählen. Auf die wichtigsten Punkte möchte ich daher kurz eingehen. 

Im Rahmen Ihrer Wohngebäudeversicherung sind Sie verpflichtet, alle Angaben, nach denen Sie im Antrag bzw. dem Vergleichsrechner gefragt werden, wahrheitsgemäß zu beantworten. Führen Sie daher alle zu versichernden Gebäude, also auch Garagen und Gartenhäuser sorgfältig mit auf, denn nur dann sind diese auch mitversichert! Außerdem müssen Sie alle gesetzlichen, behördlichen oder vertraglichen Sicherheitsvorschriften beachten.

Auch sog. „Gefahrerhöhungen“ müssen Sie Ihrem Versicherer melden. Das kann z.B. der Fall sein, wenn ein Gebäude längere Zeit nicht mehr genutzt wird, oder wenn Um- und Ausbaumaßnahmen durchgeführt worden sind. Auch ein nachträglich aufgenommenes Gewerbe kann zu einer Gefahrerhöhung beitragen. Bei Verletzung dieser und der anderen im Versicherungsschein genannten Pflichten, kann der Versicherer seine Leistungen im Rahmen der Gebäudeversicherung kürzen oder im Extremfall ganz verweigern. Lesen Sie daher die Vorgaben des Versicherers aufmerksam durch!

Wohngebäudeversicherung Vergleich - Finden Sie die perfekte Hausversicherung

Grobe Fahrlässigkeit Gebäudeversicherung

Entsteht ein Schaden an der Immobilie, da Sie grob fahrlässig gehandelt haben, kann es passieren, dass der Versicherer die Leistungen kürzt oder im schlimmsten Fall gar ganz streicht.

Von grober Fahrlässigkeit spricht man hier zum Beispiel, wenn Sie Kerzen unbeaufsichtigt brennen lassen. Achten Sie daher unbedingt darauf, dass der Tarif, für den Sie sich entscheiden, die Einrede grober Fahrlässigkeit ausschließt. Dies bedeutet, dass der Versicherer auch in solchen Fällen uneingeschränkt, bzw. bis zu einer definierten Summe haftet. Somit gehen Sie sicher, dass Sie durch eine unachtsame Sekunde, trotz Gebäudeversicherung am finanziellen Abgrund stehen.

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