Versicherungen für Fotografen, Blogger und Online Shops

Versicherungen für Fotografen, Blogger und Online Shops

Das Internet eröffnet eine schier unendliche Anzahl an neuen Geschäftsmodellen und -feldern, ein Paradies für Freiberufler aller Art. Doch durch die neuen Möglichkeiten gehen leider auch neue Risiken einher, die durch reguläre Rechtsschutz- oder Betriebshaftpflichtversicherungen oft nicht abgedeckt werden. Doch hier gibt es mittlerweile zum Glück einige Anbieter, die sich dieser Probleme angenommen haben. Diese bieten zum Beispiel eine spezielle Online Shop Versicherung, oder solche für Influencer und Blogger an, auch eine Foto Versicherung gibt es. Was hier jeweils versichert wird und worauf Sie hier achten müssen, möchte ich Ihnen im nachfolgenden Beitrag gerne näher bringen. Wer bietet Versicherungen für Freiberufler beispielsweise an? Ist man so vor den Folgen einer Abmahnung wegen Verletzung des Urheberrecht oder Markenrechts im Internet geschützt?


Welche Gefahren bestehen hier?

Im Internet begibt man sich absichtlich auf den Präsentierteller, immerhin ist es ja das Ziel von jedem Blogger, Websitebetreiber und Onlineshop, dass möglichst viele Besucher und damit potentielle Kunden auf den eigenen Internetauftritt aufmerksam werden und diesen besuchen. Doch es kommen nicht nur potentielle Interessenten daher, sondern oft auch Konkurrenten oder Personen, die aktiv nach Verstößen auf der Seite suchen.

Die heutigen Auflagen hinsichtlich Datenschutz und Urheberrecht, sind besonders durch die DSGVO kaum noch für Jemanden überschaubar. Selbst wenn man mit höchster Sorgfalt arbeitet, ist es nicht ausgeschlossen, dass man im Rahmen des Websitenaufbaus oder bei der Erstellung von Beiträgen unbewusst einen Verstoß gegen ein Bildrecht, ein Markenrecht oder sonstige Auflagen begeht. Besonders wenn man nebenberuflich selbstständig ist, ist es fast unmöglich sich in diesem Minenfeld hundertprozentig sicher zu bewegen, selbst wenn man sich allergrößte Mühe gibt. Ein Restrisiko bleibt. 

Brufshaftpflicht: Foto Versicherung gegen Abmahnung Internet

Abmahnung Urheberrecht/ Markenrecht im Internet

Eine mögliche Folge bei einem Verstoß ist in aller Regel eine Abmahnung, die oft mit einer Zahlung im vierstelligen Bereich einhergeht. Einer der wohl häufigsten Gründe für eine Abmahnung ist aber wohl ein Verstoß gegen das Urheberrecht oder das Markenrecht. Vor solchen Verstößen ist man leider auch nicht als GmbH oder UG geschützt. Der Geschäftsführer kann hier leider auch persönlich belangt werden. Durch eine Geschäftsform mit beschränkter Haftung darf man sich also nicht in falscher Sicherheit wiegen. Eine herkömmliche Rechtsschutzversicherung bietet hier in aller Regel keinen umfassenden Schutz.

Online Versicherung: Schutz vor Abmahnungen

Doch als Freiberufler im Bereich der Medien und Onlinebereich, ist man auch den klassischeren Risiken ausgesetzt. Gerade bei direktem Kundenkontakt kann man einen Personen- oder Sachschaden nicht ausschließen. Stellen Sie sich zum Beispiel vor, bei einem Fotoshooting kommt Beteiligter durch Ihr Handeln zu Schaden. In einem solchen Fall müssten Sie haften. Oder Sie schaffen den vereinbarten Termin für die Übergabe der neuen Werbefotos nicht und Ihrem Kunden entsteht so ein erheblicher Vermögensschaden durch die versäumte Werbung oder die verschobene Markteinführung. Eine Berufsversicherung kann Sie hier vor einem finanziellen Fiasko bewahren.

Auch als Betreiber eines Webshops ist man so mancher Gefahr ausgesetzt. Falls Sie beispielsweise Ware aus einem Drittland importieren treten Sie in aller Regel als Hersteller auf. Verkaufen Sie so zum Beispiel nickelfreien Schmuck, da Ihnen dies so von Ihrem Lieferanten versichert worden ist und ein Kunde reagiert allergisch darauf, sind Sie verantwortlich. Eine entsprechende Absicherung ist meinen Augen sehr sinnvoll, um größeren Schaden von Ihrem Unternehmen abzuwenden.


Welche Online Versicherungen gibt es hier?

Es gibt auf dem Markt nicht unbedingt viele Versicherungen, die die Risiken dieser relativ neuen Geschäftsfelder in Ihrer Gesamtheit abdecken, doch es gibt sie! In aller Regel handelt es sich hierbei um eine Kombination aus einer Berufs- und einer Vermögenshaftpflichtversicherung. Ein Modell, das wirklich alle drei genannten Bereiche: Fotografie, Blogs und Online Shops abdeckt, ist mir persönlich aktuell nicht bekannt. In aller Regel gibt es eine Versicherung für jeden genannten Teilbereich, die sich durch Zusatzoptionen an Ihre Wunschvorstellung anpassen lässt. Teilweise gibt es aber durchaus Überschneidungen. Evtl. reicht Ihnen auch eine davon, um alle Risiken Ihres Geschäfts komplett abzudecken, oder vielleicht möchten Sie sich ja auch nur gegen eine spezielle Gefahr absichern? Dies liegt aber in Ihrem eigenen Ermessen. Hier würde ich Sie bitten wollen die Versicherungsbedingungen aufmerksam im Detail zu lesen, um sicher zu gehen. Nachfolgend möchte ich Ihnen nur kurz zeigen auf was Sie jeweils achten sollten.

Betrieb von Websiten und Blogs

Wie bereits im ersten Abschnitt dieses Beitrags beschrieben, ist die Hauptgefahr bei einer eigenen Seite, sei es die Unternehmensseite oder der persönliche Blog, dass man sich freiwillig auf den Präsentierteller begibt. Es ist theoretisch relativ einfach, einen Verstoß gegen das Urheberrecht, ein Markenrecht oder gegen Datenschutzrichtlinien nachzuweisen, was beispielsweise eine Abmahnung nach sich ziehen kann. Sie sollten also darauf achten, dass Sie Ihre Versicherung bei Schadenersatzforderungen oder Abmahnungen schützt. Die Blogger Versicherung von Hiscox* tut dies beispielsweise.

Weiterhin sollten Sie sich auch gegen Sachschäden an getesteten Produkten absichern, falls Sie für Ihre Seite regelmäßig Produkte testen. Auch das Mitversichern von Ihrem Equipment wie Servern, Computern oder Kameras kann Sinn machen, wenn der Ersatz bei einem Komplettverlust nicht ohne Weiteres möglich wäre. Auch eine Absicherung gegen Cyberkriminalität macht in meinen Augen in der Zeit von Viren und Trojanern durchaus Sinn.

Online Shop Versicherung 

Wie oben bereits beschrieben, gibt es auch spezielle Versicherungen, die für den Betrieb eines Online Shops bzw. für den Internethandel mehr als sinnvoll sein können. In meinen Augen ist es wichtig, dass man in erster Linie bei Sachschäden an den eigenen Waren versichert ist. Beispielsweise bei einem Wasserschaden im Lager oder wenn das Messematerial beim Transport kaputt geht.

Da Sie beim Verkauf von importierten Waren rechtlich als Hersteller und nicht nur als Händler auftreten, sollten Sie auch gegenüber der Verletzung von Marken- und Persönlichkeitsrechten abgesichert sein. Denn bei solchen Verstößen kann eine Klage oder eine Abmahnung schnell zu größeren finanziellen Schäden führen. Enthalten ist auch eine Produkthaftpflicht, die auch aus den selben Gründen wahnsinnig wichtig ist. Die Versicherung kann hier beispielsweise einspringen, wenn es mit den verkauften Produkten im Feld zu Problemen kommt, seien es Personen- oder Sachschäden. Die Online Shop Versicherung von Hiscox* bietet hier umfassende Absicherung im Schadensfall.

Gerade bei Tätigkeiten im Internet, ist auch die Absicherung bei Cyber-Krisen, wie bei Hacker-Angriffen unglaublich wichtig. Vor allem beim Diebstahl von Nutzerdaten, kann es schnell zu wahnsinnig hohen finanziellen und rufschädigenden Folgen kommen. Auch dies kann entsprechend mitversichert werden. Diese genannten Risiken werden, zum Zeitpunkt in der ich diesen Beitrag verfasst habe, durch die Online Shop Versicherung von Hiscox abgedeckt. 

Foto Versicherung

Als Fotograf würde ich persönlich bei der Berufshaftpflichversicherung darauf achten, dass mein Equipment und meine Studioausrüstung vollumfänglich versichert ist, da hier bei Objektiven und Bodys schnell Unsummen erreicht sind. Ein Ersatz ist im schlimmsten Fall nicht so einfach möglich, vor allem nicht wenn man sich erst kürzlich selbstständig gemacht hat und noch nicht über ein ausreichendes Grundkapital verfügt. Auch Verletzungen von Personen- und Markenrechten sollten hier unbedingt abgedeckt sein, denn auch hier kann es schnell existenzbedrohend werden. Praktisch kann auch eine spezifische Absicherung gegen Datenverlust durch beispielsweise Hackerangriffe sein. Auch hier kann meiner Meinung nach ein Blick auf die Foto Versicherung von Hiscox* nicht schaden.


Versicherungen als Privatperson

Doch als Freiberufler sollte man nicht ausschließlich vor potentiellen Gefahren, die sich aus der beruflichen Tätigkeit ergeben abgesichert sein. Denn auch im privaten Umfeld kann es zu Unfällen, Krankheitsfällen oder Rechtsstreitigkeiten kommen, die einen, teuer zu stehen kommen können. So muss man als Fahrer eines Kraftfahrzeugs dieses auch versichert haben, eine Privathaftpflichtversicherung sollte beispielsweise ebenfalls vorliegen und zum Schutze vor einem vollständigen Erwerbsausfall bzw. großen Einkommenseinbußen sollte man auch eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen haben.

Auch als Privatperson sollte man daher die wichtigsten Versicherungen vorweisen können, um ruhig schlafen zu können und im Fall der Fälle nicht mit Nichts da zustehen. Welche man wirklich braucht und auf welche man durchaus auch verzichten kann, habe ich in einem anderen Beitrag, den ich Ihnen hier gleich mit verlinkt habe aufgeführt. Darin beschreibe ich welche Versicherungen man unter welchen Lebensumständen habe sollte und welche sogar gesetzlich vorgeschrieben sind.


Online Versicherung - Fazit

Wie ich in nahezu jedem Beitrag versuche herauszuarbeiten, möchte ich auch hier noch einmal darauf hinweisen, dass es nur zu wenigen Versicherungen einen gesetzlichen Zwang gibt. Auch zu den hier aufgeführten Berufs- und Sachversicherungen gibt es keine Pflicht, der Abschluss ist freiwillig. Man sollte sich aber in meinen Augen genau überlegen, ob man im Fall der Fälle mit den finanziellen Folgen leben kann. Stellt man die jährlichen Kosten dieser Versicherungen aber den möglichen Schadensummen gegenüber, komme ich persönlich zu dem Schluss, dass man sich den Abschluss zumindest überlegen sollte. Durch meine durchgeführten Recherchen komme ich zudem zu dem Ergebnis, dass auch ich, vor allen in Zeiten der DSGVO, in Kürze eine solche Versicherung abschließen werde. Doch lesen Sie sich vor dem Abschluss die Versicherungsbedingungen im Detail durch und gehen Sie sicher, dass wirklich alles mitversichert ist, was Ihnen wichtig ist. Die Bedingungen können sich von Anbieter zu Anbieter deutlich unterscheiden.

Die Auflagen, die als Blog- oder Webseitenbetreiber, besonders hinsichtlich Datenschutz und Urheberrecht eingehalten werden müssen sind nur noch schwer in Ihrer Gesamtheit überschaubar, vor allem wenn man nebenberuflich tätig ist. Vor Abmahnungen ist man selbst bei größter Sorgfalt und besten Gewissen nicht immer gefeit. Auch der passive Rechtsschutz der Versicherungen ist hier Gold wert. Eine solche Online Versicherung hilft auf jeden Fall ruhiger zu schlafen. In meinen Augen ist es besser zu gut als zu schlecht abgesichert zu sein.

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