Versicherung zahlt nicht: Was tun?

Kommt es zu einem Schadensfall, wird die Schadenssumme schnell und unkompliziert in voller Höher überwiesen, so oder so ähnlich stellt man sich die Abwicklung vor. Doch die Erfahrung zeigt, dass das nicht immer der Fall ist. Welche Gründe gibt es dafür, dass die Versicherung nicht zahlt oder die Schadensregulierung verzögert. Was tun wenn Versicherung Schaden nicht bezahlt? Erfahren Sie wie Sie richtig vorgehen, wenn gegnerische Versicherung nicht vollen Schaden zahlt. Muss ich Gutachter von Versicherung akzeptieren?


Versicherung zahlt nicht - Mögliche Gründe

Kleiner Schäden sorgen in aller Regel für keine großen Probleme und werden meist durch gewunken. Beispielsweise kleine Parkrempler oder auch kleinere Schäden am Hausrat. Handelt es sich allerdings um große Versicherungsfälle, beispielsweise um das Inkrafttreten der Berufsunfähigkeitsversicherung, wo man schnell über Summen im sechsstelligen Bereich spricht, versuchen manche Versicherer alles, um um die Forderungen herumzukommen. Immerhin geht es auch hier ums Verdienen von Geld. Eine Schadenzahlung mindert natürlich den Gewinn. 

Durch der Unwille allein reicht hier natürlich nicht. Es gibt eine ganze Reihe an möglichen Begründungen, dafür dass die Versicherung nicht zahlt. Wichtig ist am Ende aber nur, ob dieser Grund rechtmäßig ist oder nicht.  Die Versicherung kann die Forderungen beispielsweise verweigern, falls Sie die in den Versicherungsbedingungen genannten Obliegenheiten nicht eingehalten haben oder grob fahrlässig gehandelt haben. Haben Sie zum Beispiel die Fenster geöffnet und es kommt zum Einbruch, kann Ihre Hausratversicherung den Schadensersatz verweigern. Daher empfehle ich Ihnen beim Abschluss einer Versicherung, nach Möglichkeit darauf zu achten, dass auf den Einwand der groben Fahrlässigkeit verzichtet wird. Verursachen Sie einen Schaden unter Drogen- oder Alkoholeinfluss, wird dieser ebenfalls in den wenigsten Fällen gedeckt.

Einen Tipp möchte ich Ihnen noch mit auf den Weg geben. Melden Sie Ihre Schäden schnellstmöglich Ihrem Versicherer, denn auch dies kann im Schlimmsten Fall zu einer Verweigerung der Leistungen führen. Für die unterschiedlichen Versicherungen gibt es auch abweichende Fristen für die Schadensmeldung. Erkundigen Sie sich hier unbedingt spätestens im Schadensfall! Auch Vorschäden sind selbstverständlich mit zu melden.

Bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung beispielsweise müssen Vorerkrankungen beim Abschluss wahrheitsgemäß angegeben werden. Verschweigt man hier wissentlich etwas, drohen in beiden genannten Fällen ein Verlust des Versicherungsschutzes und die Versicherung zahlt nicht.

was tun wenn versicherung schaden nicht bezahlt?

Die Versicherung zahlt nicht, wenn der Schaden explizit in den Versicherungsbedingungen ausgeschlossen worden ist. Die gilt es besonders auch beim Abschluss zu beachten. Auch wenn sich die Versicherungen auf den ersten Blick, bis auf den Preis, kaum von einander unterscheiden, gibt es oft gewaltige Unterschiede, vor allem bei den abgedeckten Schäden. Doch es kommt auch vor, dass manche Schadenausschlüsse nicht rechtskonform sind. Dies gilt es im Zweifel mit einem fachkundigen Anwalt abzuklären. 

Versicherung verzögert Schadensregulierung

Des Öfteren kann es auch dazu kommen, dass die Versicherung die Schadensregulierung verzögert und der Geschädigte lange auf sein Geld warten muss. Die Zeit, die der Versicherer zur Prüfung des Unfalls oder des Schadens hat, ist natürlich nicht beliebig lang. Wird die Prüfung und damit die Zahlung unverhältnismäßig heraus gezögert, kann Ihnen z.B. ein deutlich höheres Schmerzensgeld zustehen. Dies gilt es im Fall der Fälle zu prüfen. Der Versicherer hat damit seine Leistungspflicht nach angemessener Prüfzeit verletzt. Auch der Rechtsanwalt, der Sie hier vertritt, wird in aller Regel durch die Versicherungsgesellschaft des Verursachers gedeckt. Dies gilt natürlich nicht, wenn man als Geschädigter seinen Pflichten, beispielsweise zur fristgerechten Schadensmeldung nicht nachkommt.


Was tun wenn Versicherung Schaden nicht bezahlt

Nun habe ich Ihnen zwar einige möglichen Gründe aufgeführt, die dazu führen können, dass die Versicherung die Schadensregulierung verzögert oder gar verweigern kann. Doch was tun wenn Versicherung Schaden nicht zahlt? Dieser Frage möchte ich mich nun nachfolgend widmen.

Zuallererst müssen Sie als Geschädigter die Höhe des Schadens nachweisen, doch glücklicherweise werden hieran keine hohen Anforderungen an die Beweisführung gestellt. Haben Sie dies getan und dennoch zahlt die Versicherung nicht, stehen Ihnen folgende Möglichkeiten zur Verfügung. Doch egal bei welchem Schritt, verdrehen Sie niemals die Wahrheit, sondern bleiben Sie stets bei den Fakten. Alles andere kann Sie teuer zu stehen kommen. Es ist sicherlich von Vorteil gleich zu Beginn einen Anwalt zu konsultieren, der Ihnen beratend zur Seite steht.

Versicherung zahlt nicht vollen schaden

Falls Sie noch kein definiertes Schreiben erhalten haben, in dem geschrieben steht, dass die Versicherung nicht zahlt und aus welchem Grund, sollten Sie zunächst Ruhe bewahren und nichts überstürzen. Sie können jedoch schriftlich an die sofortige Erledigung des Schadensfalls erinnern. Scheuen Sie sich auch nicht hierfür eine Frist vorzugeben. Diese sollte aber natürlich realistisch gewählt werden.

Haben Sie besagtes Schreiben bereits erhalten, kann es in meinen Augen durchaus Sinn machen das Versicherungsunternehmen schriftlich um eine erneute Prüfung des Falls zu bitten. 

Falls auch das nicht hilft, können Sie sich noch an einschlägige Verbraucherzentralen wenden. In diesem Fall eignet sich beispielsweise der Versicherungs-Ombudsmann. Hierbei handelt es sich um eine anerkannte Anlaufstelle zu außergerichtlichen Streitschlichtung. Die Beihilfe ist hier kostenlos. Sollte auch dies ergebnislos verlaufen, hilft nur noch ein Gang zum Anwalt. Hierfür ist besonders eine Rechtsschutzversicherung sinnvoll, da Sie im schlimmsten Fall die Prozesskosten tragen müssen. Ein Gerichtsprozess lohnt sich daher auch nicht in jedem Fall. Dies ist im Vorfeld unbedingt abzuklären.

Werbung


Gegnerische Versicherung zahlt nicht vollen Schaden

Werden Sie durch einen anderen Verkehrsteilnehmer in einen Unfall verwickelt, kann es auch zum Äußersten kommen; die gegnerische Versicherung zahlt nicht alles oder will die Zahlung womöglich sogar ganz vermeiden.

Falls Sie nicht wissen bei welchem Versicherer der Unfallverursacher versichert ist, schafft die Kontaktaufnahme mit dem Zentralruf der Autoversicherer schnell Abhilfe. Halten Sie bitte das Kennzeichen des KFZ des Unfallgegners, das Datum des Unfalls und das Unfallland bereit. 

Hiermit lässt sich der Versicherer schnell ermitteln. Falls die gegnerische Versicherung nicht alles zahlen möchte, ist es in meinen Augen das beste einen Anwalt für Verkehrsrecht einzuschalten, der den Kontakt mit der gegnerischen Versicherungsgesellschaft aufnimmt. 

Gegnerische Versicherung zahlt nicht vollen Schaden - Was tun?

Dieser weiß auf Grund langjähriger Erfahrungen in solchen Streitfragen am Besten wie weiter vorzugehen ist. Gesetzlich steht Ihnen die Rechtshilfe zur Verfügung . Sind Sie im Recht, werden die Kosten hierfür vom Unfallgegner getragen.

Muss ich Gutachter von Versicherung akzeptieren?

Trägt der Unfallgegner die Hauptschuld am Unfall, fährt Ihnen beispielsweise auf, handelt es sich um einen Haftpflichtfall. In diesem Fall ist es Ihnen gestattet, als Geschädigter, einen Gutachter zur Schadens- und Unfallhergangsermittlung heranzuziehen. Vorausgesetzt der Schaden beläuft sich auf über 750 Euro. Vermutlich werden Sie sich jetzt fragen: Muss ich Gutachter von Versicherung akzeptieren? Immerhin könnte dieser, wenn er von der gegnerischen Versicherung beauftragt wurde, durchaus voreingenommen sein. Doch da kann ich Sie beruhigen, denn das müssen Sie nicht hinnehmen. 

Versicherungen für Fotografen, Blogger und Online Shops

Das Internet eröffnet eine schier unendliche Anzahl an neuen Geschäftsmodellen und -feldern, ein Paradies für Freiberufler aller Art. Doch durch die neuen Möglichkeiten gehen leider auch neue Risiken einher, die durch reguläre Rechtsschutz- oder Betriebshaftpflichtversicherungen oft nicht abgedeckt werden. Doch hier gibt es mittlerweile zum Glück einige Anbieter, die sich dieser Probleme angenommen haben. Diese bieten zum Beispiel eine spezielle Online Shop Versicherung, oder solche für Influencer und Blogger an, auch eine Foto Versicherung gibt es. Was hier jeweils versichert wird und worauf Sie hier achten müssen, möchte ich Ihnen im nachfolgenden Beitrag gerne näher bringen. Wer bietet Versicherungen für Freiberufler beispielsweise an? Ist man so vor den Folgen einer Abmahnung wegen Verletzung des Urheberrecht oder Markenrechts im Internet geschützt?


Welche Gefahren bestehen hier?

Im Internet begibt man sich absichtlich auf den Präsentierteller, immerhin ist es ja das Ziel von jedem Blogger, Websitebetreiber und Onlineshop, dass möglichst viele Besucher und damit potentielle Kunden auf den eigenen Internetauftritt aufmerksam werden und diesen besuchen. Doch es kommen nicht nur potentielle Interessenten daher, sondern oft auch Konkurrenten oder Personen, die aktiv nach Verstößen auf der Seite suchen.

Die heutigen Auflagen hinsichtlich Datenschutz und Urheberrecht, sind besonders durch die DSGVO kaum noch für Jemanden überschaubar. Selbst wenn man mit höchster Sorgfalt arbeitet, ist es nicht ausgeschlossen, dass man im Rahmen des Websitenaufbaus oder bei der Erstellung von Beiträgen unbewusst einen Verstoß gegen ein Bildrecht, ein Markenrecht oder sonstige Auflagen begeht. Besonders wenn man nebenberuflich selbstständig ist, ist es fast unmöglich sich in diesem Minenfeld hundertprozentig sicher zu bewegen, selbst wenn man sich allergrößte Mühe gibt. Ein Restrisiko bleibt. 

Brufshaftpflicht: Foto Versicherung gegen Abmahnung Internet

Abmahnung Urheberrecht/ Markenrecht im Internet

Eine mögliche Folge bei einem Verstoß ist in aller Regel eine Abmahnung, die oft mit einer Zahlung im vierstelligen Bereich einhergeht. Einer der wohl häufigsten Gründe für eine Abmahnung ist aber wohl ein Verstoß gegen das Urheberrecht oder das Markenrecht. Vor solchen Verstößen ist man leider auch nicht als GmbH oder UG geschützt. Der Geschäftsführer kann hier leider auch persönlich belangt werden. Durch eine Geschäftsform mit beschränkter Haftung darf man sich also nicht in falscher Sicherheit wiegen. Eine herkömmliche Rechtsschutzversicherung bietet hier in aller Regel keinen umfassenden Schutz.

Online Versicherung: Schutz vor Abmahnungen

Doch als Freiberufler im Bereich der Medien und Onlinebereich, ist man auch den klassischeren Risiken ausgesetzt. Gerade bei direktem Kundenkontakt kann man einen Personen- oder Sachschaden nicht ausschließen. Stellen Sie sich zum Beispiel vor, bei einem Fotoshooting kommt Beteiligter durch Ihr Handeln zu Schaden. In einem solchen Fall müssten Sie haften. Oder Sie schaffen den vereinbarten Termin für die Übergabe der neuen Werbefotos nicht und Ihrem Kunden entsteht so ein erheblicher Vermögensschaden durch die versäumte Werbung oder die verschobene Markteinführung. Eine Berufsversicherung kann Sie hier vor einem finanziellen Fiasko bewahren.

Auch als Betreiber eines Webshops ist man so mancher Gefahr ausgesetzt. Falls Sie beispielsweise Ware aus einem Drittland importieren treten Sie in aller Regel als Hersteller auf. Verkaufen Sie so zum Beispiel nickelfreien Schmuck, da Ihnen dies so von Ihrem Lieferanten versichert worden ist und ein Kunde reagiert allergisch darauf, sind Sie verantwortlich. Eine entsprechende Absicherung ist meinen Augen sehr sinnvoll, um größeren Schaden von Ihrem Unternehmen abzuwenden.


Welche Online Versicherungen gibt es hier?

Es gibt auf dem Markt nicht unbedingt viele Versicherungen, die die Risiken dieser relativ neuen Geschäftsfelder in Ihrer Gesamtheit abdecken, doch es gibt sie! In aller Regel handelt es sich hierbei um eine Kombination aus einer Berufs- und einer Vermögenshaftpflichtversicherung. Ein Modell, das wirklich alle drei genannten Bereiche: Fotografie, Blogs und Online Shops abdeckt, ist mir persönlich aktuell nicht bekannt. In aller Regel gibt es eine Versicherung für jeden genannten Teilbereich, die sich durch Zusatzoptionen an Ihre Wunschvorstellung anpassen lässt. Teilweise gibt es aber durchaus Überschneidungen. Evtl. reicht Ihnen auch eine davon, um alle Risiken Ihres Geschäfts komplett abzudecken, oder vielleicht möchten Sie sich ja auch nur gegen eine spezielle Gefahr absichern? Dies liegt aber in Ihrem eigenen Ermessen. Hier würde ich Sie bitten wollen die Versicherungsbedingungen aufmerksam im Detail zu lesen, um sicher zu gehen. Nachfolgend möchte ich Ihnen nur kurz zeigen auf was Sie jeweils achten sollten.

Betrieb von Websiten und Blogs

Wie bereits im ersten Abschnitt dieses Beitrags beschrieben, ist die Hauptgefahr bei einer eigenen Seite, sei es die Unternehmensseite oder der persönliche Blog, dass man sich freiwillig auf den Präsentierteller begibt. Es ist theoretisch relativ einfach, einen Verstoß gegen das Urheberrecht, ein Markenrecht oder gegen Datenschutzrichtlinien nachzuweisen, was beispielsweise eine Abmahnung nach sich ziehen kann. Sie sollten also darauf achten, dass Sie Ihre Versicherung bei Schadenersatzforderungen oder Abmahnungen schützt. Die Blogger Versicherung von Hiscox tut dies beispielsweise.

Weiterhin sollten Sie sich auch gegen Sachschäden an getesteten Produkten absichern, falls Sie für Ihre Seite regelmäßig Produkte testen. Auch das Mitversichern von Ihrem Equipment wie Servern, Computern oder Kameras kann Sinn machen, wenn der Ersatz bei einem Komplettverlust nicht ohne Weiteres möglich wäre. Auch eine Absicherung gegen Cyberkriminalität macht in meinen Augen in der Zeit von Viren und Trojanern durchaus Sinn.

Online Shop Versicherung 

Wie oben bereits beschrieben, gibt es auch spezielle Versicherungen, die für den Betrieb eines Online Shops bzw. für den Internethandel mehr als sinnvoll sein können. In meinen Augen ist es wichtig, dass man in erster Linie bei Sachschäden an den eigenen Waren versichert ist. Beispielsweise bei einem Wasserschaden im Lager oder wenn das Messematerial beim Transport kaputt geht.

Da Sie beim Verkauf von importierten Waren rechtlich als Hersteller und nicht nur als Händler auftreten, sollten Sie auch gegenüber der Verletzung von Marken- und Persönlichkeitsrechten abgesichert sein. Denn bei solchen Verstößen kann eine Klage oder eine Abmahnung schnell zu größeren finanziellen Schäden führen. Enthalten ist auch eine Produkthaftpflicht, die auch aus den selben Gründen wahnsinnig wichtig ist. Die Versicherung kann hier beispielsweise einspringen, wenn es mit den verkauften Produkten im Feld zu Problemen kommt, seien es Personen- oder Sachschäden. Die Online Shop Versicherung von Hiscox bietet hier umfassende Absicherung im Schadensfall.

Gerade bei Tätigkeiten im Internet, ist auch die Absicherung bei Cyber-Krisen, wie bei Hacker-Angriffen unglaublich wichtig. Vor allem beim Diebstahl von Nutzerdaten, kann es schnell zu wahnsinnig hohen finanziellen und rufschädigenden Folgen kommen. Auch dies kann entsprechend mitversichert werden. Diese genannten Risiken werden, zum Zeitpunkt in der ich diesen Beitrag verfasst habe, durch die Online Shop Versicherung von Hiscox abgedeckt. 

Foto Versicherung

Als Fotograf würde ich persönlich bei der Berufshaftpflichversicherung darauf achten, dass mein Equipment und meine Studioausrüstung vollumfänglich versichert ist, da hier bei Objektiven und Bodys schnell Unsummen erreicht sind. Ein Ersatz ist im schlimmsten Fall nicht so einfach möglich, vor allem nicht wenn man sich erst kürzlich selbstständig gemacht hat und noch nicht über ein ausreichendes Grundkapital verfügt. Auch Verletzungen von Personen- und Markenrechten sollten hier unbedingt abgedeckt sein, denn auch hier kann es schnell existenzbedrohend werden. Praktisch kann auch eine spezifische Absicherung gegen Datenverlust durch beispielsweise Hackerangriffe sein. Auch hier kann meiner Meinung nach ein Blick auf die Foto Versicherung von Hiscox nicht schaden.


Versicherungen als Privatperson

Doch als Freiberufler sollte man nicht ausschließlich vor potentiellen Gefahren, die sich aus der beruflichen Tätigkeit ergeben abgesichert sein. Denn auch im privaten Umfeld kann es zu Unfällen, Krankheitsfällen oder Rechtsstreitigkeiten kommen, die einen, teuer zu stehen kommen können. So muss man als Fahrer eines Kraftfahrzeugs dieses auch versichert haben, eine Privathaftpflichtversicherung sollte beispielsweise ebenfalls vorliegen und zum Schutze vor einem vollständigen Erwerbsausfall bzw. großen Einkommenseinbußen sollte man auch eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen haben.

Auch als Privatperson sollte man daher die wichtigsten Versicherungen vorweisen können, um ruhig schlafen zu können und im Fall der Fälle nicht mit Nichts da zustehen. Welche man wirklich braucht und auf welche man durchaus auch verzichten kann, habe ich in einem anderen Beitrag, den ich Ihnen hier gleich mit verlinkt habe aufgeführt. Darin beschreibe ich welche Versicherungen man unter welchen Lebensumständen habe sollte und welche sogar gesetzlich vorgeschrieben sind.


Online Versicherung - Fazit

Wie ich in nahezu jedem Beitrag versuche herauszuarbeiten, möchte ich auch hier noch einmal darauf hinweisen, dass es nur zu wenigen Versicherungen einen gesetzlichen Zwang gibt. Auch zu den hier aufgeführten Berufs- und Sachversicherungen gibt es keine Pflicht, der Abschluss ist freiwillig. Man sollte sich aber in meinen Augen genau überlegen, ob man im Fall der Fälle mit den finanziellen Folgen leben kann. Stellt man die jährlichen Kosten dieser Versicherungen aber den möglichen Schadensummen gegenüber, komme ich persönlich zu dem Schluss, dass man sich den Abschluss zumindest überlegen sollte. Durch meine durchgeführten Recherchen komme ich zudem zu dem Ergebnis, dass auch ich, vor allen in Zeiten der DSGVO, in Kürze eine solche Versicherung abschließen werde. Doch lesen Sie sich vor dem Abschluss die Versicherungsbedingungen im Detail durch und gehen Sie sicher, dass wirklich alles mitversichert ist, was Ihnen wichtig ist. Die Bedingungen können sich von Anbieter zu Anbieter deutlich unterscheiden.

Die Auflagen, die als Blog- oder Webseitenbetreiber, besonders hinsichtlich Datenschutz und Urheberrecht eingehalten werden müssen sind nur noch schwer in Ihrer Gesamtheit überschaubar, vor allem wenn man nebenberuflich tätig ist. Vor Abmahnungen ist man selbst bei größter Sorgfalt und besten Gewissen nicht immer gefeit. Auch der passive Rechtsschutz der Versicherungen ist hier Gold wert. Eine solche Online Versicherung hilft auf jeden Fall ruhiger zu schlafen. In meinen Augen ist es besser zu gut als zu schlecht abgesichert zu sein.

* Affiliate Link

Welche Versicherung braucht man wirklich?

Heutzutage kann man sich gegen nahezu jedes Risiko, das in der Welt existiert absichern. Doch gerade junge Menschen sind hier von diesem Dschungel aus Versicherungen verständlicherweise überfordert. Immerhin lernt man darüber nahezu nichts in der Schule. In nachfolgendem Beitrag möchte ich die Frage beantworten welche Versicherungen notwendig oder sinnvoll und teilweise sogar gesetzlich vorgeschrieben sind. Doch welche Versicherungen brauche ich wirklich und unter welchen Lebensumständen?


Welche Versicherungen sind sinnvoll?

Zu allererst ist es in meinen Augen entscheidend zu verstehen, was eine Versicherung wirklich notwenig macht bzw. ab wann eine sinnvoll für die persönlichen Lebensumstände ist. Nun natürlich zählen hier zunächst solche Versicherungen hinzu, die vom Gesetzgeber vorgeschrieben sind und demnach besessen werden müssen. Hierzu zählt zum Beispiel die Haftpflichtversicherung für Ihr Kraftfahrzeug, ohne die Sie dieses nicht einmal zulassen geschweige denn auf öffentlichen Straßen bewegen dürften. Im nächsten Kapitel möchte ich Ihnen eine kurze Übersicht über diese Pflichtversicherungen geben und in welchem Fall diese Pflicht greift. 

Sinnvoll sind in meinen und in den Augen von Experten immer solche Versicherungen, die Sie vor Gefahren oder möglichen Gegebenheiten absichern, die Ihren möglichen finanziellen Ruin bedeuten können. So gibt es beispielsweise Schäden, vor allem im Rahmen der Privathaftpflicht, die schnell in die Millionenhöhe gehen können. Stellen Sie sich zum Beispiel vor, jemand kommt durch Ihr Handeln zu schwerwiegenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen und muss bis zu seinem Lebensende gepflegt werden und kann keiner Arbeit mehr nachgehen.

Die entstehenden Kosten kann kaum jemand ohne Versicherung stemmen. Oder was ist, wenn Sie selbst aus gesundheitlichen Gründen Ihrer Arbeit nicht mehr nachgehen können? Existenzbedrohende finanzielle Probleme sind ohne entsprechende Absicherung im Rahmen einer Berufsunfähigkeitsversicherung vorprogrammiert.

Welche Versicherungen brauche ich wirklich?

Welche Versicherungen darüber noch notwendig oder sinnvoll sind, hängt natürlich auch stark von Ihren persönlichen Lebensumständen ab und kann daher nicht pauschalisiert werden. Ich möchte Ihnen aber dennoch eine Liste an Versicherungen zur Verfügung stellen, die interessant sein könnten und unter welchen Umständen ich diese empfehlen könnte. Am Ende bleibt dies aber natürlich immer noch eine persönliche Entscheidung.


Welche Versicherungen brauche ich zwingend?

Wie bereits im vorangegangenen Abschnitt beschrieben, gibt es notwendige Versicherungen, die gesetzlich vorgeschrieben sind. Das bedeutet, dass Sie diese zwingend besitzen müssen. Einige davon haben Sie sicherlich selbst schon, bzw. wurden bereits damit konfrontiert. Definitiv wenn Sie bereits berufstätig sind, mit Haustieren zusammenleben oder ein Auto besitzen.

KFZ-Haftpflichtversicherung

Haben Sie schon einmal ein Auto zugelassen, wissen Sie dies sicherlich schon, denn hierzu müssen Sie das Vorhandensein einer KFZ-Haftpflichtversicherung durch eine gültige EVB-Nummer nachweisen. Können Sie dies nicht, dürfen Sie Ihr Auto nicht anmelden und auf öffentlichen Straßen bewegen. Hierdurch soll verhindert werden, dass Geschädigte auf den Kosten sitzen bleiben, da der Unfallverursacher nicht über ausreichende finanzielle Möglichkeiten verfügt den Schaden zu decken. Durch KFZ-Haftpflicht sind demnach nur Schäden am fremden Fahrzeug gedeckt, nicht aber am eigenen Auto.

Hierfür benötigen Sie eine Kaskoversicherung, diese ist aber nicht verpflichtend, sondern kann zusätzlich freiwillig abgeschlossen werden. Dies würde ich vor allem bei jungen Gebrauchtwägen und Neufahrzeugen empfehlen. Damit sind auch Schäden abgedeckt, die Sie nicht direkt selbst verursacht haben (Teilkasko) und sogar bei selbst verursachten Unfällen (Vollkasko). Mehr zum Thema können Sie in meinem Beitrag zu Autoversicherungen lesen. Dort finden Sie auch einen Tarifvergleichsrechner, mit dem Sie den passenden Versicherer finden können.

welche versicherungen sind sinnvoll

Tierhaftpflichtversicherung

Gesetzlich haften Sie für jegliche Schäden, die Ihr Hund oder Pferd verursachen, auch wenn Sie selbst keinerlei Verschulden trifft. Reißt sich Ihr Hund beispielsweise von der Leine los, rennt auf die Straße und verursacht einen Verkehrsunfall, haften Sie in voller Höhe. Um Sie als Halter von möglichen existenzbedrohenden Schadensforderungen zu bewahren, sind Sie gesetzlich dazu verpflichtet eine Tierhaftpflichtversicherung abzuschließen. Zumindest in manchen Bundesländern. Wenn Sie hierzu mehr erfahren möchten, kann ich Ihnen meinen Beitrag zum Thema empfehlen. Hier werden alle wichtigen Fragen hierzu geklärt.

Krankenversicherung

Wenn Sie berufstätig sind, werden Sie dies bestimmt wissen, spätestens wenn Sie das erste Mal auf Ihren Gehaltszettel gesehen haben. Jeder Bürger ist verpflichtet eine Krankenversicherung zu besitzen, die im Falle einer Krankheit, bei Krankenhausaufenthalten bzw. bei Kontrollbesuchen, beispielsweise beim Zahnarzt die Kosten übernimmt. Hier spielt es keine Rolle ob man privat oder gesetzlich krankenversichert ist. Limitiert ist man hier als Arbeitnehmer lediglich durch des jährliche Einkommen. Erst ab 59.400 Euro Brutto (Stand 2018) kann man zur privaten Versicherung wechseln. Sind Sie selbstständig oder Beamter, können Sie sich direkt und unabhängig vom Einkommen privat versichern.

Berufshaftpflicht

Als Angestellter ist einem diese Versicherung oft gar nicht bekannt, da diese nur wenige Berufsgruppen betrifft und auch nur für diese Berufe verpflichtend ist. Folgende Berufe sind hier unter anderem betroffen: Notare, Ärzte und Steuerprüfer. Unterläuft Ihnen in einer solchen Tätigkeit ein Fehler, beispielsweise ein Behandlungsfehler als Arzt, kommt im Fall der Fälle die Versicherung für die entstandenen Schäden auf. Ohne diese würde man auf den oft extrem hohen Kosten sitzen bleiben.


Wo Versicherung finden?

Wenn Sie eine der hier genannten sinnvollen oder notwendigen Versicherungen abschließen möchten, würde ich Ihnen empfehlen zu einem Ihrer örtlichen Maklern zu gehen, der ein passendes Angebot für Sie zusammenstellt. Für einen guten Überblick würde ich Ihnen persönlich Tarifcheck24* empfehlen, auf dieser Seite finden Sie die allermeisten Versicherungsanbieter und Tarife. Die Filtermöglichkeiten sind sehr umfangreich, so können Sie einen perfekt auf sich zugeschnittenen Tarif finden und auch abschließen. Auch ein Wechsel erfolgt über diese Seite völlig komplikationsfrei und automatisch. Durch untenstehendes Banner gelangen Sie direkt zu den Tarifvergleichen.


Welche Versicherungen sollte man haben?

Darüber hinaus gibt es noch einige weitere wichtige Versicherungen, die durchaus sinnvoll sind und wie im ersten Abschnitt beschrieben, dazu dienen sollen, Sie im Schadensfall vor existenzbedrohenden finanziellen Forderungen bzw. Aufwendungen zu schützen. Der Abschluss aller nachfolgenden Versicherungen ist absolut freiwillig und nicht gesetzlich vorgeschrieben, in meinen Augen lohnt sich ein Abschluss aber durchaus.

Privathaftpflichtversicherung

Viele Experten und auch ich empfehle den Abschluss einer Privathaftpflichtversicherung wirklich ausnahmslos Jedem, denn diese leistet bei Schäden, die Sie anderen Personen zufügen in voller Höhe. Natürlich nur wenn dies nicht absichtlich geschehen ist. Dabei sind Personen-, Sach- und Vermögensschäden abgedeckt. Dabei spielt es keine Rolle ob es sich um die beschädigte Stereoanlage eines Freundes handelt oder um den mit dem Fahrrad angefahrenen Fußgänger. Sind Sie Verursacher eines Schadens so müssen Sie ihn also auch wieder gutmachen.


Entsteht beispielsweise bei dem eben erwähnten Fahrradunfall ein Personenschaden und der Geschädigte kann keiner geregelten Arbeit mehr nachgehen, sind Sie für den Verdienstausfall haftbar, wie auch für sämtliche medizinische Aufwendungen. So kommt schnell ein Millionenschaden zu Stande, für den Sie mit Ihrem Privatvermögen haften müssen. Die Privathaftpflicht greift in einem solchen Fall und rettet Sie vor dem finanziellen Ruin.

Möchten Sie mehr über die Privathaftpflichtversicherung erfahren, kann ich Ihnen empfehlen meinen Beitrag zum Thema zu lesen. In diesem behandle ich ausführlich, welche Schäden genau versichert sind, wer versichert ist und worauf es beim Abschluss zu achten gibt. Gerne können Sie auch den Vergleichsrechner nutzen, um den passenden Tarif für sich zu finden.

Berufsunfähigkeitsversicherung

Eine weitere Versicherung, die meiner Meinung nach und derer vieler Experten nicht fehlen sollte, ist die BU-Versicherung, die Ihnen eine monatliche Rente auszahlt, falls Sie auf Grund eines Unfalls oder einer Krankheit Ihren versicherten Beruf, zum Beispiel Entwicklungsingenieur, nicht mehr ausführen können. Die staatliche Absicherung ist hier leider nur marginal und in keinster Weise ausreichend. Es lohnt sich eine BU möglichst früh abzuschließen, da die Beiträge umso höher sind, umso älter man beim Abschluss ist. Weiterhin wirken sich mögliche Vorerkrankungen negativ auf die Beitragshöhe aus. In jungen Jahren, kann man daher von dauerhaft geringen Beiträgen profitieren.

Auf diese Art und Weise schützen Sie sich effektiv vor den verheerenden finanziellen Folgen einer Berufs- und Erwerbsunfähigkeit, da Ihnen die vereinbarte monatlich Rente bis zum Ende der Vertragslaufzeit gezahlt wird. In aller Regel beginnt die Rentenzahlung dann, wenn ärztlich nachgewiesen ist, dass man seinen tatsächlichen Beruf für mindestens die nächsten 6 Monate nicht mehr oder zu mindestens 50% ausführen kann. Für weitere Informationen zur BU und zum Tarifvergleich, folgen Sie bitte nachfolgendem Link zu meinem ausführlichen Artikel zu diesem Versicherungstyp.

Private Altersvorsorge

Sicherlich ist es keine Überraschung für Sie, dass die gesetzliche Rente heutzutage nicht mehr ausreichend ist, um ein zufrieden stellendes Leben im Alter erwarten zu können. Daher macht es in meinen Augen wahnsinnig viel Sinn sich bereits in jungen Jahren Gedanken über die Altersvorsorge zu machen, auch wenn ich weiß, dass dies kein schönes Thema ist. Bereits mit sehr niedrigen monatlichen Beiträgen, lässt sich so ein nennenswerter Betrag ansparen, der die reguläre Rente spürbar aufbessert.

Hier gibt es einige verschiedene Modelle, die in Frage kommen. Die wichtigsten Vertreter sind hier die Riester-, die Rüruprente und die betriebliche Altersvorsorge. Weiterhin gibt es auch ungeförderte private Versicherungen. Welche hiervon für Sie in Frage kommt, ist eine Entscheidung, die stark von Ihren persönlichen Lebensumständen abhängt.

Wohngebäude- und Hausratversicherung

Wenn Sie Eigentümer von Wohneigentum sind oder eine Wohnung bzw. ein Haus gemietet haben, können diese Versicherungen für Sie essentiell wichtig sein. Doch wo liegt hier der genaue Unterschied? Nachfolgend möchte ich hierauf kurz eingehen. Falls Sie nähere Informationen hierzu möchten, möchte ich Sie auf meine ausführlichen Beiträge zur Wohngebäude- und zur Hausratversicherung verweisen. Diese habe  ich Ihnen unten gleich mit verlinkt. Die darin integrierten Vergleichsrechner bieten sich an, um schnell einen für Sie passenden Tarif zu finden.

Wohngebäudeversicherung

Hausratversicherung


Schlusswort - Notwendige Versicherungen

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen guten Überblick über die Versicherungen geben, die man in meinen Augen als Privatperson haben sollte bzw. haben muss. Allerdings erhebe ich keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Allgemeingültigkeit, denn wie bereits gesagt, hängt dies stark von den persönlichen Lebensumständen ab.

Gehen Sie beispielsweise einem gefährlichen Hobby wie Rennradfahren nach, kann für Sie eine Unfallversicherung sehr viel Sinn machen. Auch eine Rechtsschutzversicherung ist oft Gold wert. Hier sollten Sie sich aber immer im Gedächtnis halten, dass es immer fantastisch ist, wenn man im Fall der Fälle gut abgesichert ist, jedoch kostet jede Versicherung monatlich Geld, ob man Sie nun in Anspruch nimmt oder nicht. Ich rate Ihnen daher dazu im Vorfeld zu überlegen, ob ich mit dem Risiko leben kann oder nicht. Die oben genannten Versicherungen sollten Sie in meinen Augen aber haben.

* Affiliate Link

Kaskoversicherungen – Teil- oder Vollkasko?

Die Kaskoversicherung stellt eine optionale Erweiterung des Leistungsumfangs der Kfz-Haftpflichtversicherung dar. Diese ist allerdings, anders als die Haftpflicht, nicht verpflichtend abzuschließen. Doch es ist dennoch sehr empfehlenswert dies zu tun, besonders bei jungen Gebrauchten und Neufahrzeugen, aber auch bei älteren Modellen sollten Sie unbedingt darüber nachdenken. Dieser Versicherungstyp lässt sich in die Teil- und Vollkasko unterteilen. Aber was bedeutet Teilkasko nun genau und worin liegt der Unterschied zu den Vollkasko Leistungen? Alles was Sie hierzu wissen möchten finden Sie unten. Gerne können Sie auch unseren Tarifrechner zum Teil- und Vollkaskoversicherung Vergleich nutzen. Diesen finden Sie weiter unten oder in der Sidebar. So finden Sie sicher den günstigsten Tarif, der perfekt zu Ihren Bedürfnissen passt.


Kaskoversicherung: Unterschied Vollkasko Teilkasko

In der Kaskoversicherung geht es um das Absichern von Schäden, die Ihrem eigenen, also dem versicherten Fahrzeug selbst drohen. Die Schuldfrage an dem eingetretenen Schaden ist nur dann von Bedeutung, wenn dieser durch Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit herbeigeführt worden ist. Ansonsten werden auch Schäden beglichen, die durch Sie selbst verursacht worden sind. Hierin liegt auch der Unterschied zur Haftpflichtversicherung allein. Kann der Versicherer nachweisen, dass der Schaden durch vorsätzliches Handeln verursacht wurde, ist dieser natürlich nicht leistungspflichtig. Auf die Einrede der groben Fahrlässigkeit wird hier weitestgehend verzichtet. Lediglich bei Schäden durch Alkohol- oder Drogeneinfluss sowie bei einer „Einladung“ zum Diebstahl berufen sich die Versicherer auf grobe Fahrlässigkeit.

Die Kaskoversicherung umfasst die Beschädigung, die Zerstörung, den Totalschaden und den Verlust des Fahrzeugs sowie die Teile, die in diesem verschlossen bzw. an diesem befestigt sind. Voraussetzung ist hier allerdings, dass mit deren Einbau die allgemeine Betriebserlaubnis des Fahrzeugs nicht erlischt oder andere gesetzliche Bestimmungen entgegenstehen. Doch was verstehen die Versicherungsgesellschaften nun genau unter diesen Begriffen?:

  • Beschädigung: Nachteilige Veränderung des ursprünglichen Zustandes des Fahrzeugs oder seiner Teile
  • Zerstörung: Reparaturkosten übersteigen den Wiederbeschaffungswert oder aber 80 % des Fahrzeugneupreises 
  • Totalschaden: Erforderliche Reperaturkosten des Fahrzeugs übersteigen dessen Wiederbeschaffungswert  
  • Verlust: Jede Art des Abhandenkommens des Fahrzeugs. Hauptsächlich aber der Fall der Entwendung.  

Dabei ist der Wiederbeschaffungswert der Preis, der für den Kauf eines gleichwertigen gebrauchten Fahrzeugs am Tag des Schadenereignisses erbracht werden muss. Innerhalb der Kaskoversicherungen lassen sich zwei Obergruppen unterscheiden: die Teilkasko- und die Vollkaskoversicherung.


Teilkasko und Vollkaskoversicherung Kosten

Der Beitrag der Kaskoversicherung hängt von etlichen Faktoren ab. Vor allem von der Typklasse Ihres Fahrzeugs. Die Typklasse richtet sich in erster Linie nicht nach dem Wert des Fahrzeugs sondern nach etlichen Schadensstatistiken, beispielsweise wie oft ein Fahrzeug in Unfälle verwickelt war. So kann es zum Beispiel durchaus sein, dass die Versicherung für einen Porsche günstiger ist als für einen VW Golf. Ein Golf wäre in diesem Beispiel demnach für die Versicherungsgesellschaft riskanter. Dabei handelt es sich aber nur um ein Beispiel zur Veranschaulichung.

Auch der Wohnort fließt über die sogenannte Regionalklasse mit in die Berechnung ein. Hiermit sollen die regionalen Unterschiede hinsichtlich Unwetter- und Diebstahlswahrscheinlichkeit, usw. berücksichtigt werden.

Auch hier haben Sie die Möglichkeit durch eine vereinbarte Selbstbeteiligung den Versicherungsbeitrag massiv nach unten hin zu beeinflussen. Häufige Zuzahlungen sind 150 € (Teilkasko) oder 300 € (Vollkasko) im Schadensfall. Bei der Vollkaskoversicherung haben Sie zudem die Chance Ihren Beitrag durch unfallfreies Fahren mit der Zeit zu reduzieren. Mit jedem unfallfreien Jahr erhöht sich demnach Ihr Schadenfreiheitsrabatt. Ein weiterer Grund warum die Beiträge für Fahranfänger oft besonders hoch sind.

Auch eine Garage hilft Ihnen auf dem Weg zu einem geringen Beitrag. Denn natürlich ist die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr Auto gestohlen wird oder durch Hagel beschädigt wird deutlich geringer, wenn es bei Nichtbenutzung in Sicherheit steht.

Kaskoversicherung: Unterschied Vollkasko Teilkasko

Teilkasko und Vollkaskoversicherung Vergleich

Wie Sie gerade gelesen haben gibt es viele Faktoren, die den Beitrag einer Kaskoversicherung beeinflussen. Neben diesen Faktoren gibt es natürlich auch Unterschiede unter den einzelnen Versicherungsunternehmen. Untenstehender Vergleichsrechner von Tarifcheck24 hilft Ihnen die besten Konditionen zu finden. Er erlaubt Ihnen zudem gezielt nach Tarifen zu suchen, die alle gewünschten Rahmenbedingungen erhalten. So können Sie viele Hunderteuro im Jahr sparen. Wie Sie Ihre Kfz-Versicherung wechseln können, lesen Sie wenn Sie dem Link folgen.


Was bedeutet Teilkasko eigentlich?

In der Teilkaskoversicherung sind in den meisten Fällen nachfolgend genannte Schadensereignisse mitversichert: Entwendung, Bruch der Verglasung, Zusammenstoß mit Tieren, Tierbiss, Kurzschlussschäden, Brand und Explosion und Naturgewalten. Nachfolgend hierzu nähere Erläuterungen:

Entwendung

Bruch der Verglasung

Zusammenstoß mit Tieren

Tierbiss

Kurzschlussschaden

Brand und Explosion

Naturgewalten

Abweichungen hiervon sind natürlich von Versicherer zu Versicherer möglich und oft auch vorhanden. Nutzen Sie daher den obenstehenden Vergleichsrechner, um die gewünschten Optionen gezielt auszuwählen und lesen Sie unbedingt die jeweiligen Versicherungsbedingungen genau durch.

Wie schon in der Übersichtsseite zu Autoversicherungen angesprochen gilt der Versicherungsschutz in aller Regel auch im europäischen Ausland bzw. im Geltungsbereich der EU. Sind Sie mit Ihrem Fahrzeug außerhalb europäischer Gebiete unterwegs halten Sie bitte stets kurz Rücksprache mit Ihrer Versicherungsgesellschaft.

Eine Teilkaskoversicherung sollte in meinen Augen stets das absolute Minimum sein, um nicht auf Reparaturkosten sitzen zu bleiben. Auch wenn es bereits ein älterer Gebrauchter ist. In aller Regel lohnt sich der geringe Aufpreis im Vergleich zur Haftpflicht auf jeden Fall.


Die Vollkasko Leistungen

Zusätzlich zum Leistungsumfang der Teilkasko sind bei den Vollkasko Leistungen noch folgende Punkte enthalten: Ersatz für selbstverschuldete sowie unverschuldete bzw. fremdverschuldete Unfälle sowie Leistungen für Schäden durch mut- oder böswillige Handlungen Dritter sowie Differenzkasko für geleaste PKW.

Wann spricht man eigentlich von einem Unfall? Ein Unfall setzt ein äußeres, unmittelbares und plötzlich mit mechanischer Gewalt auf das Fahrzeug einwirkendes Ereignis voraus. Unmittelbar bedeutet, dass ein Ereignis direkt auf das Fahrzeug einwirkt. Das Ereignis ist von außen eingetreten, wenn es nicht auf einem inneren Betriebsvorgang beruht. Die Einwirkung ist plötzlich, wenn es sich in einem verhältnismäßig kurzen Zeitraum abspielt. Abnutzungs- und Verschleißschäden erfüllen diese Voraussetzungen somit also nicht. Mechanische Gewalt liegt dann vor, wenn der Schaden durch Zug und Druck entsteht, zum Beispiel bei einem Aufprall oder Zusammenstoß mit einem anderen Auto oder einem Gebäude.

Die Vollkasko ersetzt zudem alles, was durch groben Unfug oder durch Mutwillen Dritter (Vandalismus) an einem Fahrzeug beschädigt wurde. Dies wäre die mut- oder böswillige Handlung Dritter, die oben aufgeführt ist.

Teilkasko und Vollkaskoversicherung Vergleich und Kosten

Wie Sie sehen ist eine Vollkasko besonders bei fabrikneuen Fahrzeugen und jungen Gebrauchten, wie etwa Jahres- oder Vorführwagen unbedingt anzuraten. Natürlich auch bei Oldtimern und sehr hochpreisigen Fahrzeugen führt hier kein Weg daran vorbei. Der Leistungsumfang ist hier einfach am höchsten und das finanzielle Risiko beim Bewegen eines neuen Fahrzeugs ist eben doch wesentlich höher. Wenn Sie den obenstehenden Vergleichsrechner nutzen, werden Sie sehen, dass der Aufpreis bei weitem nicht so hoch ist wie man erst denken mag.

Differenzkasko für Leasingfahrzeuge

Welchen Versicherungsschutz bietet nun die Differenzkasko? Vielen ist dieser Begriff noch gar nicht geläufig. Doch diese ist bei geleasten Fahrzeugen unbedingt anzuraten. Erleidet ein geleastes Fahrzeug einen Totalschaden durch Verschulden des Leasingnehmers, so haftet dieser gegenüber dem Leasinggeber auf Schadensersatz. Im Rahmen der „normalen“ Kasko wird der sog. „Wiederbeschaffungswert“ ersetzt.

Der Ablösewert beim Leasinggeber ist jedoch zumindest in der Anfangsphase des Leasingzeitraums in der Regel höher. Das liegt daran, dass der Wiederbeschaffungswert eines Fahrzeugs zu Beginn relativ rasch abfällt, rascher zumindest als der kalkulierte Ablösewert der Leasingfirma. Es entsteht also eine gewisse Lücke. Sollte der jeweilige Versicherer kein Differenzkasko anbieten, so sollte ggf. eine Absicherung im Rahmen des Leasingvertrages vorgesehen werden.


Was ist als Ersatzleistung zu erwarten?

Die Ersatzleistung richtet sich bei der Kaskoversicherung nach der Schadensart und ob eine Zerstörung, eine Beschädigung, ein Totalschaden oder der Verlust des Fahrzeugs und/ oder seiner Teile vorliegt. Die Leistungsgrenze ist grundsätzlich der Wiederbeschaffungswert. Der Wiederbeschaffungswert ist der Preis, den der Versicherungsnehmer aufwenden muss, um ein gleichwertiges gebrauchtes Fahrzeug oder gleichwertige Ersatzteile zu erwerben. Sind Reparaturkosten geringer als der Wiederbeschaffungswert, werden diese gezahlt.

Was bedeutet Teilkasko und wie fallen die Vollkasko Leistungen aus?

Es gibt aber wie so oft Besonderheiten. Der Versicherer ersetzt den Neupreis meistens innerhalb einer bestimmten Zeitspanne nach der Erstzulassung, wenn ein Totalschaden, eine Zerstörung oder ein Verlust eintritt oder wenn bei einer Beschädigung die erforderlichen Kosten zur Wiederherstellung mindestens 80% des Neupreises betragen und der Eigentümer den PKW als Neufahrzeug unmittelbar von einem Kfz-Händler erworben hat. Da bei einem Schadenfall selten alle Fahrzeugteile vollständig zerstört werden, verbleiben die noch verwertbaren Reste im Eigentum des Versicherungsnehmers und werden zum Veräußerungswert auf die Entschädigungsleistung angerechnet.

Für jeden Schadenfall wird eine evtl. vereinbarte Selbstbeteiligung von der Entschädigungsleistung abgezogen. Wird das Fahrzeug beschädigt, werden die für die Reparatur erforderlichen Kosten bis zu folgenden Obergrenzen übernommen: wird das Fahrzeug vollständig und fachgerecht repariert, werden die Kosten bis zum Wiederbeschaffungswert (gegen Rechnungsnachweis) übernommen. Wird das Fahrzeug allerdings nicht, nicht vollständig oder nicht fachgerecht repariert oder die vollständige und fachgerechte Reparatur nicht durch Rechnung nachgewiesen, werden die erforderlichen Kosten einer vollständigen Reparatur bis zur Höhe des um den Restwert verminderten Wiederbeschaffungswert übernommen.

Was braucht man zum Auto anmelden?

Wenn Sie Ihr Fahrzeug zulassen bzw. ummelden möchten oder wichtige Dokumente, wie Fahrzeugschein oder Fahrzeugbrief verloren haben, müssen Sie zur Zulassungsstelle. Das gilt auch, wenn sich wichtige Daten, wie etwa Ihr Name oder Ihr Wohnort geändert haben. Doch natürlich müssen Sie stets die korrekten Dokumente mit zur Zulassungsstelle bringen. Doch was braucht man zum Auto anmelden nun genau? Lesen Sie welche Unterlagen dies jeweils sind. Weiterhin erfahren Sie was es auf dem Weg zur Kfz Zulassung zu beachten gilt und wie Sie ein Kennzeichen reservieren können. 


Benötigte Kfz Zulassung Unterlagen

Welche Papiere Sie mit zur Kfz Zulassungsstelle bringen müssen, hängt in erster Linie natürlich davon ab, welches Fahrzeug Sie zulassen möchten bzw. es sich überhaupt um eine Zulassung handelt. Möchten Sie beispielsweise lediglich Daten berichtigen, da sich diese mittlerweile geändert haben, benötigen Sie natürlich ganz andere Dokumente. Nachfolgend habe ich Ihnen kurz zusammengetragen welche Papiere Sie wann mitbringen müssen.

Was braucht man zum Auto anmelden

Abhängig davon ob Sie einen Neuwagen oder ein gebrauchtes Auto anmelden möchten, unterscheiden sich die mitzubringenden Papiere deutlich. Doch auch wenn Sie ein Fahrzeug über den Winter abmelden oder es gar ganz außer Betrieb setzen möchten, müssen Sie der Kfz Zulassung Unterlagen entsprechend vorlegen. Welche das im einzelnen sind, erfahren Sie nachstehend. Was braucht man zum Auto anmelden nun also genau?

Fabrikneues Fahrzeug

Umschreibung eines Gebrauchtfahrzeugs

Außerbetriebsetzung

Wiederzulassung ​​​​nach Außerbetriebsetzung

Ausgabe von Kurzzeitkennzeichen

Kennzeichen reservieren und Kosten

Noch immer stehen individuelle Wunschkennzeichen beim Auto anmelden hoch im Kurs. Seien es die eigenen Initialen oder die des Partners; der Fantasie sind hier kaum Grenzen gesetzt. Die Buchstaben nach dem Landkreis-Kürzel sowie die Zahlenfolge können Sie frei wählen, solange diese nicht besetzt sind.

Reservieren Sie sich Ihr Wunschkennzeichen daher frühzeitig. Die Reservierungsgebühr beträgt aktuell 10,20 €. Reservieren Sie nichts, wird Ihnen eine beliebige Kombination zugeteilt. Das Nummernschild selbst können Sie sich bei Ihrem örtlichen Schilderdienst prägen lassen. Mittlerweile können Sie sich diese aber sogar schon online bestellen und liefern lassen. 

Die Kosten der Fahrzeuganmeldung hängen wiederum stark davon ab, ob es ein Neufahrzeug, Gebrauchtwagen oder gar ein Oldtimer ist.

Kennzeichen reservieren - Was braucht man zum Auto anmelden?

In den allermeisten Fällen betragen die Kosten aber weit weniger als 50 € und sind damit wirklich überschaubar. Die Größe des Autos selbst hat aber keinerlei Einfluss auf die Kosten.

Datenänderungen und -aktualisierungen

Wie oben beschrieben, müssen Sie auch zum Ändern von persönlichen Daten zur Kfz Zulassung. Hierzu zählen zum Beispiel, wenn sich Ihr Wohnort oder Ihr Namen im Zuge einer Heirat ändert. Auch die Erneuerung Ihrer Stempelplakette habe ich unter diesen Oberpunkt gepackt. Auch hier können Sie nicht mit leeren Händen erscheinen, sondern müssen die notwendigen Papiere vorlegen, die die Änderung belegen. Nachfolgend finden Sie, was Sie zum Zeitpunkt der Artikelerstellung mitbringen sollten.

Berichtigung Fahrzeugschein / Besch. Teil I bei Wohnortwechsel

Berichtigung der Fahrzeug-Papiere bei Namensänderung:

Berichtigung der Fahrzeugpapiere bei technischen Änderungen

Erneuerung der Stempelplakette auf den Kennzeichen:

Diebstahl und Verlust von Kfz Zulassung Unterlagen

Leider kann es auch vorkommen, dass Ihnen Dokumente abhanden kommen. Das kann im Laufe von Umzügen geschehen; plötzlich taucht Ihr Fahrzeugbrief nicht mehr auf, obwohl Sie alle Kisten durchsucht haben. Aber natürlich können Ihnen wichtige Dokumente auch gestohlen werden. Doch hier müssen Sie nicht verzweifeln, denn auch hier kann Ihnen auf der Zulassungsstelle zuverlässig geholfen werden. Doch auch hier müssen Sie andere Dokumente mitbringen, die Ihre Identität beweisen.

Diebstahl / Verlust des Fahrzeugscheins

Diebstahl / Verlust des Fahrzeugbriefes (Besch. Teil II)

Diebstahl / Verlust von Kennzeichen

Für folgende Zulassungsvorgänge ist keine eVB-Nummer erforderlich, wie Sie gesehen haben: der Halter bekommt ein neues Kennzeichen nach einem Diebstahl oder Verlust des bisherigen, Ummeldung auf ein Wunschkennzeichen, Ummeldung auf ein Kennzeichen für Oldtimer oder Elektrofahrzeuge, Namensänderung des Halters z.B. auf Grund von Heirat, Änderung bestimmter technischer Daten (z.B. Tuning).


Was muss ich bei der Fahrt zur Kfz Zulassung beachten?

Zulassungsfahrten sind Fahrten zur Zulassungsstelle, um Ihr Auto anmelden zu können. Zudem zählen auch Fahrten zur Hauptuntersuchung oder zur Sicherheitsprüfung dazu. Dabei muss allerdings das von der Zulassungsstelle vorab zugeteilte Kennzeichen am Fahrzeug angebracht sein. „Vorab“ bedeutet hier, dass der Fahrzeughalter zur Zulassungsstelle muss, damit ihm dort ein Kennzeichen zugeteilt werden kann. Dies ist mittlerweile in der Regel auch online möglich.

Ein „altes“ am Fahrzeug angebrachtes Kennzeichen (z.B. nach Abmeldung des Fahrzeugs) ist dafür aber unzulässig! Fahrten ohne Kennzeichen sind nicht versichert, halten Sie sich also unbedingt an diesen Grundsatz! Das alleinige Mitführen einer eVB (elektronische Versicherungsbestätigung) ist ebenfalls nicht ausreichend. Zu beachten gilt, dass das Fahrzeug nur innerhalb des Zulassungsbezirks und eines angrenzenden Bezirks gefahren werden darf. Andernfalls ist ein Überführungskennzeichen/ Kurzzeitkennzeichen erforderlich. Die eVB-Nummer ist dabei jedoch dennoch stets mitzuführen. Sie dient gegenüber der Polizei als Nachweis des Vorliegens einer ausreichenden Haftpflichtversicherung.

Kfz Zulassung Unterlagen - Auto zulassen

Zu den Zulassungsfahrten zählen auch Rückfahrten von der Zulassungsstelle, nachdem das Fahrzeug dort abgemeldet worden ist. Das bisher zugeteilte Kennzeichen muss in diesen Fällen am Fahrzeug angebracht sein. Rückfahrten von der Kfz Zulassung mit ungestempeltem Kennzeichen sind am Tag der Abmeldung innerhalb ganz Deutschlands versichert.

Bei Saisonkennzeichen gibt es die Besonderheit, dass der Versicherungsschutz grundsätzlich auch außerhalb des Saisonzeitraumes also während der sog. „Ruheversicherung“ gilt. Daher können auch außerhalb der Saison Fahrten zur Hauptuntersuchung gemacht werden. Die Hauptuntersuchung darf aber auch im ersten Monat des nächsten Saisonzeitraums nachgeholt werden, falls die Untersuchung während des Ruhezeitraums ansteht.

KFZ-Versicherung kündigen und wechseln

Wenn Sie Ihre oft zu teure Versicherung wechseln, können Sie in den allermeisten Fällen viel Geld sparen. Doch hierfür müssen Sie zunächst Ihre alte Autoversicherung kündigen. Doch wie geht das genau, was gilt es hier zu beachten und unter welchen Umständen bzw. wann kann ich meine KFZ Versicherung wechseln? Nachfolgend finden Sie die wichtigsten Informationen zu diesem Thema. Gerne können Sie auch die auf der Seite zur Verfügung gestellten Tarifrechner nutzen, um einen günstigeren Tarif zu finden.


KFZ Versicherung wechseln - So einfach geht's

Um Ihre KFZ Versicherung wechseln zu können, müssen Sie Ihre alte natürlich zunächst kündigen. Doch keine Sorge, dies ist viel einfacher als man vielleicht zu erst denkt. Grundsätzlich haben Sie drei Möglichkeiten einen Versicherungsvertrag zu kündigen: Die Kündigung zum Ablauf des Versicherungsjahres, die Kündigung auf Grund einer Beitragserhöhung und die Kündigung im Schadensfall.

Kündigung zum Ablauf des Versicherungsjahres

Kündigung auf Grund einer Beitragserhöhung

Kündigung im Schadensfall


Kann ich eine Versicherung per Email kündigen?

Prinzipiell gibt es keine festgeschriebene Form, in der Sie Ihre Autoversicherung kündigen müssen. Auch in der Art und Weise der Übermittlung sind Sie weitestgehend frei. Worauf es hier aber dennoch zu achten gilt, möchte ich Ihnen nachfolgend gerne etwas näher bringen.

Der in meinen Augen beste Weg der Übermittlung ist die Kündigung per Einschreiben oder normaler Post. Für eine wirksame Kündigung ist der fristgerechte Eingang beim Versicherer maßgeblich. Dieser wird normalerweise durch den Eingangsstempel beim Versicherer nachgewiesen. Trotz der Mehrkosten ist die Kündigung per Einschreiben hier besser, weil die erfolgte Zustellung beim Versicherer im Ernstfall auch nachgewiesen werden kann.

Auch wenn die Kündigung per Fax mittlerweile ehr die Ausnahme ist, ist sie natürlich noch immer möglich. Doch achten Sie darauf den Sendebericht aufzuheben, denn dieser gilt hier als Nachweis.

Natürlich können Sie auch Ihre Versicherung per Email kündigen. Auch hier muss unbedingt ersichtlich sein von wem die Kündigung kommt, also von Ihnen. Zumindest die Email-Adresse muss Ihnen eindeutig zugeordnet werden können. Idealerweise fügen Sie die eigentliche Kündigung mit Briefkopf und eingescannter Unterschrift der Mail bei.

Autoversicherung kündigen - Das gehört in die Kündigung!

Wie bereits erwähnt, gibt es keine feste Form in der die Versicherung erfolgen muss, eine einfaches Schreiben ist demnach in den allermeisten Fällen ausreichend. Dennoch sollten einige Informationen immer in die Kündigung. Dies wäre zum einen natürlich Ihr vollständiger Name, der gewünschte Kündigungstermin und falls vorhanden Ihre Kundennummer. 

In allen Fällen muss auch immer ersichtlich sein, welche konkrete Versicherung gekündigt wird. Dies geschieht am besten durch Angabe der Versicherungsscheinnummer. Außerdem sollten Sie stets eine Kündigungsbestätigung verlangen. Zu beachten ist noch, dass eine Kündigung bedingungsfrei erfolgen muss. Schreiben Sie  also bitte nicht: „…ich kündige, wenn der Schaden nicht reguliert wird…“.

Häufig geschieht es, dass z.B. beim Autoversicherung kündigen, bis zum Ablauf noch keine Kündigungsbestätigung des Vorversicherers vorliegt. Es sollte dann nicht bis zum Ablauf oder darüber hinaus gewartet werden, sondern rechtzeitig vorher ein Vertrag bei einer anderen Gesellschaft geschlossen werden, um keine Lücke im Versicherungsverlauf zu riskieren

Kommt dann trotzdem aus irgendwelchen Gründen keine wirksame Kündigung zustande, bleibt das Vertragsverhältnis beim Vorversicherer bestehen und es wird in diesem Fall auch kein wirksamer Vertrag mit dem neuen Versicherer zustande kommen.

Autoversicherung kündigen - Versicherung per Email kündigen möglich?

Die grüne Karte – Braucht man diese noch?

Der Urlaub im Ausland mit dem eigenen Auto ist und bleibt eine der beliebtesten Urlaubsformen der Deutschen. Sei es der Wanderurlaub in Österreich oder der Strandurlaub in Italien, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Doch auch im Ausland ist natürlich, wie auch hier bei uns in Deutschland, eine Autoversicherung Pflicht. Zum Nachweis dieser dient seit vielen Jahren die so genannte Internationale Versicherungskarte, die die meisten wohl als grüne Karte kennen. Doch benötigt man die grüne Versicherungskarte in Zeiten der europäischen Union überhaupt noch zwingend? 


Was ist die grüne Versicherungskarte genau?

Zunächst heißt die grüne Versicherungskarte offiziell nicht so, sondern eigentlich "internationale Versicherungskarte für Kraftverkehr". Der umgangssprachliche Name leitet sich aus der Farbe der Karte ab. Doch was ist dies nun genau und warum sollte das irgendjemand dabei haben?

Grüne Versicherungskarte im Detail

Nun diese Frage ist schnell beantwortet. Die grüne Karte ist im Prinzip ein international einheitlicher Versicherungsnachweis. Sie dient also als Beleg dafür, dass Ihr Fahrzeug haftpflichtversichert ist. Somit müssen Sie sich nicht in jedem Land, das Sie mit Ihrem Auto bereisen, eine separate Autoversicherung abschließen. In manchen Ländern können Sie daher auch heute noch zum Vorzeigen bei einer Verkehrskontrolle aufgefordert werden.

Und wo bekommt man die grüne Versicherungskarte nun her? Ausgestellt wird diese von Ihrem Versicherer und das vollkommen kostenfrei! In aller Regel bekommen Sie diese automatisch zusammen mit Ihrer Versicherungspolice. Sollte dies nicht der Fall sein, können Sie diese über Ihren Vertreter oder über die Gesellschaft direkt anfordern. Gültig ist diese meist für 3 oder 5 Jahre, abhängig von der Gesellschaft. Sollten Sie den Nachweis doch einmal verlieren, können Sie jederzeit eine neue Karte anfordern. Auch diese ist stets kostenfrei.


Ist die grüne Karte Pflicht?

Nachdem neben den Mitgliedsstaaten der Europäischen Gemeinschaft auch einige andere Länder ein sog. „Kennzeichenabkommen“ (1974) vereinbart haben, ist die internationale Versicherungskarte prinzipiell seit Jahren weitgehend überflüssig geworden. Laut diesem Abkommen wird das amtliche Kennzeichen des Fahrzeugs als alleiniger Nachweis der Kfz-Haftpflichtversicherung anerkannt. Das gilt sowohl für die Einreise in das jeweilige Land als auch bei Schadensfällen. Daher ist das Mitführen der Grünen Karte in diesen Ländern nicht mehr zwingend erforderlich. Auch in der Schweiz ist dies seit vielen Jahrzehnten nicht mehr erforderlich. Auch in Norwegen, Andorra, Monaco, und selbst Island genügt das europäische Nummernschild.

Die Grüne Karte wird jedoch noch in wenigen ausländischen Staaten vorgeschrieben. Dies sind nach aktuellem Stand: Albanien, Bosnien-Herzegowina, Mazedonien, Moldawien, Serbien, Montenegro, Ukraine, Türkei, Weißrussland und Russland. In Italien ist das Mitführen ebenfalls empfehlenswert, da Sie hier bei einer Polizeikontrolle gerne einmal zum Vorzeigen der grünen Versicherungskarte aufgefordert werden.

Es gibt zudem auch Länder, in denen die Grüne Karte überhaupt nicht anerkannt wird bzw. diese nicht gilt: Kosovo, Aserbaidschan, Israel, Iran, Marokko und Tunesien. Bei der Einreise in diese Länder ist der Abschluss einer Kfz-Haftpflichtversicherung vor Ort (sog. „Grenzpolicen“) erforderlich. Sofern eine Grüne Karte erforderlich ist, ist deren Gültigkeit in der Regel auf 5 Jahre befristet. Die Gültigkeitsdauer ist auf der Grünen Karte aufgedruckt.

Steht ein Urlaub im Ausland in naher Zukunft an und Sie sind sich nicht hundertprozentig sicher, ob dort eine internationale Versicherungskarte vorgeschrieben ist, dann möchte ich Ihnen empfehlen sich im Vorfeld bei Ihrerem Versicherer hierüber zu informieren. Dieser kann Ihnen hier nicht nur zuverlässig Auskunft geben, sondern Ihnen gleich ein Exemplar kostenfrei zukommen lassen, falls es benötigt wird. Falls dies der Fall ist, sollten Sie die grüne Karte während des gesamten Aufenthalts in Ihrem Fahrzeug lassen. Es kann nämlich bei einer Polizeikontrolle häufig vorkommen, dass Sie diese vorzeigen müssen.

Führen Sie die Internationale Versicherungskarte dennoch mit

Auch wenn das Mitführen einer grünen Karten in den allermeisten europäischen Staaten nicht mehr zwingend notwendig ist, ist es dennoch empfehlenswert. Warum dies in meinen Augen so ist, möchte ich Ihnen noch kurz näher bringen.

Haben sie im Ausland einen Verkehrsunfall erlitten, kann die grüne Versicherungskarte sehr hilfreich sein, unabhängig davon wer am Unfall schuld ist. Die Schadensabwicklung ist hierdurch nämlich vereinfacht, vor allem wenn Sie zudem noch einen Unfallbericht in der Landessprache mitführen. Auf der grünen Karte finden Sie weiterhin viele wichtige und hilfreiche Adressen und Telefonnummern, die Ihnen bei einem Unfall ungemein helfen können. 

Internationale Versicherungskarte - Ist die grüne Karte Pflicht?

Der wohl überzeugendste Grund ist aber vermutlich dennoch die Tatsache, dass Ihnen die internationale Versicherungskarte ja nichts kostet. Sie bekommen diese kostenlos vom Versicherer zugeschickt. Legen Sie diese einfach in Ihr Handschuhfach. Kommt es nun dennoch einmal dazu, dass Sie diese Vorzeigen sollen oder zu einem Unfall (was ich natürlich nicht hoffen will) sind Sie bestimmt froh diese dabei zu haben.