KFZ-Versicherung kündigen und wechseln

Wenn Sie Ihre oft zu teure Versicherung wechseln, können Sie in den allermeisten Fällen viel Geld sparen. Doch hierfür müssen Sie zunächst Ihre alte Autoversicherung kündigen. Doch wie geht das genau, was gilt es hier zu beachten und unter welchen Umständen bzw. wann kann ich meine KFZ Versicherung wechseln? Nachfolgend finden Sie die wichtigsten Informationen zu diesem Thema. Gerne können Sie auch die auf der Seite zur Verfügung gestellten Tarifrechner nutzen, um einen günstigeren Tarif zu finden.


KFZ Versicherung wechseln - So einfach geht's

Um Ihre KFZ Versicherung wechseln zu können, müssen Sie Ihre alte natürlich zunächst kündigen. Doch keine Sorge, dies ist viel einfacher als man vielleicht zu erst denkt. Grundsätzlich haben Sie drei Möglichkeiten einen Versicherungsvertrag zu kündigen: Die Kündigung zum Ablauf des Versicherungsjahres, die Kündigung auf Grund einer Beitragserhöhung und die Kündigung im Schadensfall.

Kündigung zum Ablauf des Versicherungsjahres

Kündigung auf Grund einer Beitragserhöhung

Kündigung im Schadensfall


Kann ich eine Versicherung per Email kündigen?

Prinzipiell gibt es keine festgeschriebene Form, in der Sie Ihre Autoversicherung kündigen müssen. Auch in der Art und Weise der Übermittlung sind Sie weitestgehend frei. Worauf es hier aber dennoch zu achten gilt, möchte ich Ihnen nachfolgend gerne etwas näher bringen.

Der in meinen Augen beste Weg der Übermittlung ist die Kündigung per Einschreiben oder normaler Post. Für eine wirksame Kündigung ist der fristgerechte Eingang beim Versicherer maßgeblich. Dieser wird normalerweise durch den Eingangsstempel beim Versicherer nachgewiesen. Trotz der Mehrkosten ist die Kündigung per Einschreiben hier besser, weil die erfolgte Zustellung beim Versicherer im Ernstfall auch nachgewiesen werden kann.

Auch wenn die Kündigung per Fax mittlerweile ehr die Ausnahme ist, ist sie natürlich noch immer möglich. Doch achten Sie darauf den Sendebericht aufzuheben, denn dieser gilt hier als Nachweis.

Natürlich können Sie auch Ihre Versicherung per Email kündigen. Auch hier muss unbedingt ersichtlich sein von wem die Kündigung kommt, also von Ihnen. Zumindest die Email-Adresse muss Ihnen eindeutig zugeordnet werden können. Idealerweise fügen Sie die eigentliche Kündigung mit Briefkopf und eingescannter Unterschrift der Mail bei.

Autoversicherung kündigen - Das gehört in die Kündigung!

Wie bereits erwähnt, gibt es keine feste Form in der die Versicherung erfolgen muss, eine einfaches Schreiben ist demnach in den allermeisten Fällen ausreichend. Dennoch sollten einige Informationen immer in die Kündigung. Dies wäre zum einen natürlich Ihr vollständiger Name, der gewünschte Kündigungstermin und falls vorhanden Ihre Kundennummer. 

In allen Fällen muss auch immer ersichtlich sein, welche konkrete Versicherung gekündigt wird. Dies geschieht am besten durch Angabe der Versicherungsscheinnummer. Außerdem sollten Sie stets eine Kündigungsbestätigung verlangen. Zu beachten ist noch, dass eine Kündigung bedingungsfrei erfolgen muss. Schreiben Sie  also bitte nicht: „…ich kündige, wenn der Schaden nicht reguliert wird…“.

Häufig geschieht es, dass z.B. beim Autoversicherung kündigen, bis zum Ablauf noch keine Kündigungsbestätigung des Vorversicherers vorliegt. Es sollte dann nicht bis zum Ablauf oder darüber hinaus gewartet werden, sondern rechtzeitig vorher ein Vertrag bei einer anderen Gesellschaft geschlossen werden, um keine Lücke im Versicherungsverlauf zu riskieren

Kommt dann trotzdem aus irgendwelchen Gründen keine wirksame Kündigung zustande, bleibt das Vertragsverhältnis beim Vorversicherer bestehen und es wird in diesem Fall auch kein wirksamer Vertrag mit dem neuen Versicherer zustande kommen.

Autoversicherung kündigen - Versicherung per Email kündigen möglich?

Die grüne Karte – Braucht man diese noch?

Der Urlaub im Ausland mit dem eigenen Auto ist und bleibt eine der beliebtesten Urlaubsformen der Deutschen. Sei es der Wanderurlaub in Österreich oder der Strandurlaub in Italien, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Doch auch im Ausland ist natürlich, wie auch hier bei uns in Deutschland, eine Autoversicherung Pflicht. Zum Nachweis dieser dient seit vielen Jahren die so genannte Internationale Versicherungskarte, die die meisten wohl als grüne Karte kennen. Doch benötigt man die grüne Versicherungskarte in Zeiten der europäischen Union überhaupt noch zwingend? 


Was ist die grüne Versicherungskarte genau?

Zunächst heißt die grüne Versicherungskarte offiziell nicht so, sondern eigentlich "internationale Versicherungskarte für Kraftverkehr". Der umgangssprachliche Name leitet sich aus der Farbe der Karte ab. Doch was ist dies nun genau und warum sollte das irgendjemand dabei haben?

Grüne Versicherungskarte im Detail

Nun diese Frage ist schnell beantwortet. Die grüne Karte ist im Prinzip ein international einheitlicher Versicherungsnachweis. Sie dient also als Beleg dafür, dass Ihr Fahrzeug haftpflichtversichert ist. Somit müssen Sie sich nicht in jedem Land, das Sie mit Ihrem Auto bereisen, eine separate Autoversicherung abschließen. In manchen Ländern können Sie daher auch heute noch zum Vorzeigen bei einer Verkehrskontrolle aufgefordert werden.

Und wo bekommt man die grüne Versicherungskarte nun her? Ausgestellt wird diese von Ihrem Versicherer und das vollkommen kostenfrei! In aller Regel bekommen Sie diese automatisch zusammen mit Ihrer Versicherungspolice. Sollte dies nicht der Fall sein, können Sie diese über Ihren Vertreter oder über die Gesellschaft direkt anfordern. Gültig ist diese meist für 3 oder 5 Jahre, abhängig von der Gesellschaft. Sollten Sie den Nachweis doch einmal verlieren, können Sie jederzeit eine neue Karte anfordern. Auch diese ist stets kostenfrei.


Ist die grüne Karte Pflicht?

Nachdem neben den Mitgliedsstaaten der Europäischen Gemeinschaft auch einige andere Länder ein sog. „Kennzeichenabkommen“ (1974) vereinbart haben, ist die internationale Versicherungskarte prinzipiell seit Jahren weitgehend überflüssig geworden. Laut diesem Abkommen wird das amtliche Kennzeichen des Fahrzeugs als alleiniger Nachweis der Kfz-Haftpflichtversicherung anerkannt. Das gilt sowohl für die Einreise in das jeweilige Land als auch bei Schadensfällen. Daher ist das Mitführen der Grünen Karte in diesen Ländern nicht mehr zwingend erforderlich. Auch in der Schweiz ist dies seit vielen Jahrzehnten nicht mehr erforderlich. Auch in Norwegen, Andorra, Monaco, und selbst Island genügt das europäische Nummernschild.

Die Grüne Karte wird jedoch noch in wenigen ausländischen Staaten vorgeschrieben. Dies sind nach aktuellem Stand: Albanien, Bosnien-Herzegowina, Mazedonien, Moldawien, Serbien, Montenegro, Ukraine, Türkei, Weißrussland und Russland. In Italien ist das Mitführen ebenfalls empfehlenswert, da Sie hier bei einer Polizeikontrolle gerne einmal zum Vorzeigen der grünen Versicherungskarte aufgefordert werden.

Es gibt zudem auch Länder, in denen die Grüne Karte überhaupt nicht anerkannt wird bzw. diese nicht gilt: Kosovo, Aserbaidschan, Israel, Iran, Marokko und Tunesien. Bei der Einreise in diese Länder ist der Abschluss einer Kfz-Haftpflichtversicherung vor Ort (sog. „Grenzpolicen“) erforderlich. Sofern eine Grüne Karte erforderlich ist, ist deren Gültigkeit in der Regel auf 5 Jahre befristet. Die Gültigkeitsdauer ist auf der Grünen Karte aufgedruckt.

Steht ein Urlaub im Ausland in naher Zukunft an und Sie sind sich nicht hundertprozentig sicher, ob dort eine internationale Versicherungskarte vorgeschrieben ist, dann möchte ich Ihnen empfehlen sich im Vorfeld bei Ihrerem Versicherer hierüber zu informieren. Dieser kann Ihnen hier nicht nur zuverlässig Auskunft geben, sondern Ihnen gleich ein Exemplar kostenfrei zukommen lassen, falls es benötigt wird. Falls dies der Fall ist, sollten Sie die grüne Karte während des gesamten Aufenthalts in Ihrem Fahrzeug lassen. Es kann nämlich bei einer Polizeikontrolle häufig vorkommen, dass Sie diese vorzeigen müssen.

Führen Sie die Internationale Versicherungskarte dennoch mit

Auch wenn das Mitführen einer grünen Karten in den allermeisten europäischen Staaten nicht mehr zwingend notwendig ist, ist es dennoch empfehlenswert. Warum dies in meinen Augen so ist, möchte ich Ihnen noch kurz näher bringen.

Haben sie im Ausland einen Verkehrsunfall erlitten, kann die grüne Versicherungskarte sehr hilfreich sein, unabhängig davon wer am Unfall schuld ist. Die Schadensabwicklung ist hierdurch nämlich vereinfacht, vor allem wenn Sie zudem noch einen Unfallbericht in der Landessprache mitführen. Auf der grünen Karte finden Sie weiterhin viele wichtige und hilfreiche Adressen und Telefonnummern, die Ihnen bei einem Unfall ungemein helfen können. 

Internationale Versicherungskarte - Ist die grüne Karte Pflicht?

Der wohl überzeugendste Grund ist aber vermutlich dennoch die Tatsache, dass Ihnen die internationale Versicherungskarte ja nichts kostet. Sie bekommen diese kostenlos vom Versicherer zugeschickt. Legen Sie diese einfach in Ihr Handschuhfach. Kommt es nun dennoch einmal dazu, dass Sie diese Vorzeigen sollen oder zu einem Unfall (was ich natürlich nicht hoffen will) sind Sie bestimmt froh diese dabei zu haben.