Private Unfallversicherung

Private Unfallversicherung

Unfälle passieren häufiger als man denkt, nicht nur im Straßenverkehr. Die meisten Unfälle ereignen sich dabei in den eigenen vier Wänden oder bei der Freizeitgestaltung. Sei es eine umfallende Leiter, ein falscher Tritt auf der Treppe oder ein Sturz beim Skifahren. Die gesetzliche Unfallversicherung schützt Sie hier allerdings nur bei Unfällen in Ausübung Ihres Berufes. In Ihrer Freizeit greift deren Versicherungsschutz nicht. Ein Großteil aller Unfälle passiert demnach ausgerechnet dann, wenn Sie keinen gesetzlichen Unfallschutz genießen. Außerdem sind zum Beispiel Hausfrauen oder Rentner gar nicht gesetzlich unfallversichert! Bei einem Unfall kann schnell ein sehr hoher Geldbedarf entstehen, weswegen in vielen Fällen eine private Unfallversicherung sinnvoll sein kann.  Diese fängt die  finanziellen Belastungen weitgehend auf, so dass Sie sich voll auf die Genesung konzentrieren können. Gerne können Sie unten stehenden Tarifrechner nutzen, um einen Unfallversicherungs Vergleich durchzuführen und den perfekten Tarif zu finden.


Private Unfallversicherung - Leistungen

Die private Unfallversicherung deckt nach dem Unfall, je nach dem gewählten Versicherungsumfang, unter anderem den entstehenden Verdienstausfall, eventuelle Pflegekosten, den behindertengerechten Umbau der Wohnung oder Ihres Autos oder die Kosten einer Haushaltshilfe ab. Wichtig zu wissen ist , dass hier von selbstverschuldeten Unfällen gesprochen wird. Verursacht eine andere Person den Unfall und Sie kommen dadurch zu Schaden, kommt dessen private Haftpflichtversicherung für die enstehenden Kosten auf.

Zunächst einmal besteht die Möglichkeit mit der Versicherung, das Risiko einer Invalidität abzusichern. Von Invalidität spricht man, wenn die körperliche oder geistige Leistungsfähigkeit unfallbedingt dauerhaft beeinträchtigt ist. Sie erhalten in diesem Fall eine Geldleistung, die von der vereinbarten Versicherungssumme und dem Grad der unfallbedingten Invalidität abhängt. Der Grad der Invalidität ergibt sich aus der sogenannten „Gliedertaxe“. Dort ist jedem Körperteil ein bestimmter prozentualer Wert zugeordnet, der bei Beeinträchtigung der Funktion bzw. bei Verlust des betroffenen Körperteils für die Berechnung herangezogen wird. Diese Gliedertaxe findet bei allen Versicherern Anwendung. Die Grundsumme sollte dabei mindestens Ihrem dreifachen Jahresbruttoeinkommen entsprechen.

Bausteine der Unfallversicherung

Neben der Höhe der Grundsumme lassen sich noch weitere Parameter der Unfallversicherung wählen, um die Police perfekt auf Ihre Bedürfnisse und Ihre Lebenssituation anzupassen. Nachstehend habe ich Ihnen die wichtigsten wählbaren Bausteine kurz vorgestellt.

Progression Unfallversicherung

Todesfallleistung

Dynamik

Unfallrente

Krankenhaustagegeldversicherung


Optionale Mehrleistungen

Bei guten Anbietern sind im Grundbeitrag bereits eine Reihe von zusätzlichen Leistungen enthalten. So wird häufig eine Sofortleistung bei bestimmten schweren Verletzungen gewährt, z.B. bei unfallbedingtem Verlust einer Gliedmaße oder bei Erblindung. Ein Unfall kann auch bestimmte kosmetische Operationen erforderlich machen. Achten Sie also darauf, dass in Ihrem Vertrag ein entsprechender Kostenersatz enthalten ist. Wichtig ist auch der Einschluss für bestimmte Serviceleistungen. Denken sie hier beispielsweise an Such-, Rettungs- oder Bergrettungseinsätze. Gerade für Sportler kann der Schutz gegen bestimmte Sportverletzungen sinnvoll sein. Häufig ereignen sich hier Muskel-, Sehnen-, Bänder- oder Kapselrisse durch erhöhte Kraftanstrengung.

Manche Anbieter leisten auch Schutz bei tauchtypischen Gesundheitsschäden. Eine sinnvolle Ergänzungen kann auch der Schutz bei Vergiftungen (z.B. durch Gase und Nahrungsmittel), der Schutz gegen bestimmte Infektionskrankheiten (z.B. Borreliose nach einem Zeckenbiss oder Malaria nach einem Insektenstich), allergische Reaktionen auf Insektenstiche oder psychische und nervöse Störungen infolge eines Unfalls sein.

Bei vielen Anbietern ist auch ein Versicherungsschutz bei Unfällen infolge von Notwehr oder bei der Rettung von anderen Menschen, Tieren oder Sachen beinhaltet. Ebenso nach der Einnahme von ärztlich verordneten Medikamenten, bei Schlaganfällen oder Herzinfarkten, durch epileptische Anfälle, oder durch natürliche Ermüdung. Einige Anbieter setzen auch erlittene Erfrierungen, Gesundheitsschäden durch Sonnenbrand oder Sonnenstich oder einen erlittenen Oberschenkelhalsbruch einem Unfall gleich. Hier sollten sie auf alle Fälle bei Ihrem Versicherer nachfragen und auch in den Versicherungsbestimmungen nachlesen, um sicher zu gehen.

Private Unfallversicherung Vergleich

Was ist grundsätzlich nicht versichert?

Nicht versichert sind natürlich grundsätzlich Unfälle, die in Ausführung einer Straftat oder dem Versuch hierzu passieren oder vorsätzlich herbeigeführt wurden. Ebenso besteht bei vielen Versicherern kein Versicherungsschutz bei der Ausübung von Flug- oder Rennsport. Dazu zählen zum Beispiel Gleitschirmfliegen oder Motorradrennen, da hier das Unfallrisiko natürlich um ein Vielfaches höher ist als bei herkömmlichen Sportarten. Auch Schäden durch ärztliche Kunstfehler sind oft nicht versichert, ebenso Schäden, die durch Kriegsereignisse oder Kernenergiekatastrophen entstanden sind.

Vom Schutz ausgeschlossen sind auch Unfälle, die Sie unter Einfluss von Drogen, inklusive Alkohol verursacht haben. Hier ist meist 1,1 Promille der Grenzwert ab dem die Leistung verwehrt wird.


Günstige Unfallversicherung Vergleich

Da die angebotenen Leistungen und die resultierenden Beiträge teils mächtig variieren können, sollten Sie unbedingt einen intensiven Unfallversicherung Vergleich durchführen, um im Dschungel aus Angeboten den am besten geeignetsten Tarif zu finden. Hierfür können Sie gerne den unten stehenden Tarifrechner heranziehen. Dieser spuckt Ihnen Angebote von perfekt auf Sie zugeschnittenen Tarifen aus. Aber auch hier kann ich Ihnen nur empfehlen sich nicht allein von günstigen Angeboten blenden zu lassen, denn der günstigste Tarif bringt nichts, wenn dieser im Schadensfall nicht zahlt. Lesen Sie daher die Versicherungsbestimmungen aufmerksam durch.


Beiträge Unfallversicherung - Grundlagen der Berechnung

Bei der Bemessung des Beitrages ist es zunächst einmal entscheidend, welcher „Gefahrengruppe“ Sie zuzuordnen sind. Man unterscheidet die Gefahrengruppen A, B und K. Personen, die kaufmännisch, verwaltend oder lehrend tätig sind, sowie Rentner und Hausfrauen werden der Gruppe A zugeordnet. Zur Gruppe B gehören Personen, die körperliche oder handwerkliche Berufsarbeit verrichten, oder die mit potentiell gefährlichen Stoffen umgehen oder Maschinen bedienen oder Tiere behandeln. In der Gruppe K finden sich Kinder und junge Leute unter 18 Jahren, auch wenn sie schon berufstätig sind.

Maßgebend ist immer die tatsächlich ausgeübte berufliche Tätigkeit, nicht der erlernte Beruf. Für besonders gefahrträchtige Personen (z.B. Hochseilartisten) wird in aller Regel kein Unfallschutz angeboten. Der Beitrag für Angehörige der Gruppe B ist der Beitrag einiges höher als bei Gruppe A oder K. Weiter ist entscheidend, welche Versicherungssummen gewählt werden. Für die private Unfallversicherung kann der Versicherungsnehmer innerhalb bestimmter Grenzen die Höhe seines Versicherungsschutzes selber wählen.

Je höher die Versicherungssumme, um so höher der Beitrag. Auch die Wahl einer Progression bei der Invaliditätsversicherung schlägt sich auf den Beitrag nieder. Wenn Sie den obenstehenden Vergleichsrechner nutzen, empfiehlt es sich mehrere Optionen zu rechnen und entsprechend der unterschiedlichen Ergebnisse eine Entscheidung zu fällen. Doch ist eine Unfallversicherung sinnvoll und wirklich für jeden notwendig?


Ist eine Unfallversicherung sinnvoll?

Prinzipiell lässt sich sagen, dass eine günstige Unfallversicherung für jeden Sinn macht und nicht nur für Menschen mit "gefährlichen" Hobbies wie Tauchen oder Motorradfahren. Denn wie bereits geschildert, deckt diese die doch teils erheblichen Lücken der gesetzlichen Versicherung zuverlässig ab und bewahrt Sie zumindest vor den teils gewaltigen finanziellen Folgen eines Unfalls. Die meisten Unfälle passieren nämlich leider in der Freizeit, dort wo die gesetzliche Unfallversicherung nicht greift.

Bitte beachten Sie auch, dass Selbstständige, Rentner und nicht erwerbstätige Menschen wie Hausfrauen gar nicht unter die gesetzliche Unfallversicherung fallen und demnach nicht versichert sind. Sichern Sie sich in einem solchen Fall unbedingt privat ab beziehungsweise ziehen Sie dies zumindest in Erwägung. Kinder sind hingegen in der Schule oder im Kindergarten sowie auf dem Schulweg geschützt, aber leider nur mit sehr geringem Umfang. Vor allem Rentner und Kinder haben meist ein ohnehin höheres Risiko einen Unfall zu erleiden.

Für Extremsportler ist eine private Unfallversicherung sinnvoll, da hier das Risiko für einen Unfall deutlich erhöht ist. Doch hier gilt zu beachten, dass die Versicherungen oft hohe Risikozuschläge verlangen oder den Antrag sogar ganz ablehnen. Gerade auch hier lohnt sich ein Unfallversicherung Vergleich.

Sind Sie berufstätig, kann eine Berufsunfähigkeitsversicherung eine gute Alternative sein, die unter Umständen sogar einen deutlich größeren Leistungsumfang bietet.

Ist eine Unfallversicherung sinnvoll?



Das gilt es noch zu beachten

Beim Abschluss einer Unfallversicherung werden Sie im Antrag auch nach bestehenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen gefragt. Diese Fragen dienen Ihrem Versicherer zur Risikobeurteilung. Beantworten Sie diese Fragen unbedingt wahrheitsgemäß. Sie riskieren ansonsten im Falle eines Falles Ihren Versicherungsschutz. Ist ein Unfall eingetreten, der möglicherweise Versicherungsleistungen nach sich ziehen kann, so informieren Sie Ihren Versicherer hierüber möglichst unverzüglich und leisten Sie dessen Anweisungen unbedingt genaustens Folge. Ändert sich Ihre Berufstätigkeit, so müssen Sie das ebenfalls unverzüglich melden.

Der Versicherungsschutz beginnt zu dem im Versicherungsschein angegebenen Zeitpunkt. In aller Regel wird der Vertrag für ein Jahr geschlossen. Er verlängert sich jeweils um ein Jahr, wenn er nicht innerhalb der Kündigungsfrist wirksam gekündigt wird. Normalerweise beträgt die Kündigungsfrist einen Monat.