Tierhaftpflichtversicherung

Tierhaftpflichtversicherung

Gehört ein Hund zu Ihrem Haushalt oder halten Sie ein Pferd oder ein Pony für Ihre Kinder, dann benötigen Sie unbedingt eine Tierhaftpflichtversicherung. Denn für Tierhalter gelten besonders strenge gesetzliche Bestimmungen. Als Halter haften Sie für einen Schaden sogar dann, wenn Sie kein Verschulden trifft. Verursacht Ihr Hund beispielsweise einen Verkehrsunfall, weil er sich von der Leine losreißt, haften Sie nach dem Gesetz in voller Höhe. Eine Hundehaftpflichtversicherung bzw. eine Pferdeversicherung mit einer ausreichend hohen Deckungssumme ist daher ein absolutes Muss. Auch hier sind Sie mit Ihrem gesamten Privatvermögen für Schäden haftbar! Nutzen Sie unseren Tarifrechner, um den perfekten Tarif zu finden und einen umfangreichen Vergleich durchzuführen.


Wen versichert die Tierhaftpflichtversicherung?

Versichert ist grundsätzlich die gesetzliche Haftpflicht als Halter des Tieres (Hunde bzw. Pferde), welches im Versicherungsschein ausdrücklich genannt ist. In der Regel ist dort der Name des Tieres, dessen Rasse und dessen genaues Alter angegeben. Versicherungsschutz besteht beispielsweise, wenn Ihr Hund einen anderen Hund oder einen anderen Menschen beißt. Mitversichert ist  in aller Regel auch die gesetzliche Haftpflicht eines Tierhüters, also einer dritten Person, sofern diese nicht gewerblich tätig ist. 

Das ist beispielsweise der Nachbar, der während Ihrer Abwesenheit Ihren Hund beaufsichtigt und versorgt oder eine Person, die Ihr Pferd gelegentlich auf Grund einer Reitbeteiligung reitet.

Versichert sind wie in der privaten Haftpflichtversicherung Personenschäden (falls eine Person verletzt oder getötet wurde), Sachschäden und Vermögensschäden. Sollte das versicherte Tier Junge bekommen, so sind auch die Welpen oder Fohlen bis zum Alter von einem Jahr meist mitversichert, solange diese sich in Ihrem Besitz befinden. Gerade solche sind besonders ungestüm, was Unfälle leider oft stark begünstigt.

Für Ihre kleineren Haustiere benötigen Sie aber keine separate Tierhaftpflichtversicherung, diese sind mit ihrer privaten Haftpflicht abgedeckt. Hierzu zählen unter anderem Hamster, Katzen oder Vögel. Wenn Sie diese allerdings zu gewerblichen Zwecken, wie Landwirtschaft halten, gelten hier wieder Sonderregelungen, auf die ich hier allerdings nicht eingehen möchte.

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Welche Schäden sind versichert?

Versichert sind Schadenersatzansprüche, die ein Dritter gegen Sie auf Grund gesetzlicher Haftpflichtbestimmungen geltend macht, weil eine Person verletzt oder getötet wurde (Personenschaden), eine Sache beschädigt oder zerstört wurde (Sachschaden) oder ein reiner Vermögensschaden verursacht worden ist. Dabei können die von einem Tier verursachten Schäden äußerst vielfältig sein. Wichtig ist hier allerdings zu erwähnen, dass Sie bei sämtlichen Schäden, die Ihr Tier verursacht, mit Ihrem gesamten Privatvermögen und Hab und Gut haften müssen.

Beißt Ihr Tier beispielsweise eine andere Person, so sind Sie verpflichtet für sämtliche Behandlungen und mögliche Rehamaßnahmen aufzukommen. Kommt es zu Komplikationen und der Geschädigte kann nicht mehr arbeiten gehen, müssen Sie für den Verdienstausfall aufkommen. Dies kann schnell existenzbedrohende Züge annehmen. Die Tierhaftpflichtversicherung springt in einem solchen Fall für Sie ein und begleicht die Ansprüche. Daher sollte die Deckungssumme in meinen Augen auch mindestens 5 Millionen Euro betragen.

Versicherungsschutz kann z.B. auch gegen Abwasserschäden bestehen, falls Ihr Hund den Schlauch einer in Betrieb befindlichen Waschmaschine verbeißt und Wasser in die darunterliegende Wohnung eindringt. Ein weiteres Beispiel wäre es, wenn Ihr Pferd die Koppel verlässt und den Garten eines Nachbarn beschädigt. 

Sofern Sie mit Ihrem Tier an Turnieren und Wettkämpfen teilnehmen, sollte auch dort Versicherungsschutz gegeben sein. Um den für Ihre Zwecke richtigen Versicherer zu finden, lohnt sich ein Blick in die jeweiligen Versicherungsbedingungen bzw. eine entsprechende Nachfrage. Gerne können Sie untenstehenden Vergleichsrechner nutzen, um den besten Tarif zu finden.

Nicht versichert sind natürlich Ansprüche wegen Schäden, die Sie vorsätzlich herbeigeführt haben. Einige Versicherer machen auch Ausschlüsse bei bestimmten Hunderassen (sog. Kampfhunde). Ein Hundehaftpflichtversicherung Vergleich ist daher unbedingt anzuraten. Einen Tarifrechner finden Sie unten stehend. Dieser erlaubt auch eine Auswahl der Hunderasse.


Welche Unterarten gibt es hier?

Die Tierhaftpflichtversicherung kann man prinzipiell in zwei Obergruppen, die Hundehaftpflicht- und die Pferdeversicherung, einteilen, da diese sich anhand der möglichen Zusatzoptionen doch etwas unterscheiden. Daher habe ich es nachfolgend auch so gehandhabt. Unter den jeweiligen Oberpunkten habe ich Ihnen die jeweils wichtigsten Informationen zu den einzelnen Besonderheiten und Zusatzoptionen zusammengefasst. 

Hundehaftpflichtversicherung Vergleich

Auch wenn Ihr Hund ein ganz Braver ist und noch nie für Ärger oder einen Unfall gesorgt hat, sollten Sie aus oben genannten Gründen unbedingt eine Hundehaftpflichtversicherung abschließen. Ein Unfall aus Spiel- und Jagdtrieb ist schnell einmal passiert, wenn sich Ihr Hund doch einmal losreißt. Zudem ist eine Tierhaftpflichversicherung in vielen Bundesländern bereits Pflicht (u.a. Berlin, Hamburg und Niedersachsen). In manchen Bundesländer herrscht allerdings noch keine Pflicht (z.B. Bayern) und in anderen Bundesländern nur für bestimmte Rassen. Passt ein Nachbar auf Ihren Hund auf oder geht mit Ihm Gassi, so ist der Hund auch in diesem Fall versichert, wenn er einen Schaden verursacht. 

Haben Sie einen Hund, der als "Kampfhund" klassifiziert ist, müssen Sie bei der Auswahl des Versicherers unbedingt darauf achten, dass diese Ihren Hund auch versichert. Leider grassiert noch immer das Vorurteil, dass ein sog. Kampfhund gefährlicher ist als andere Rassen. Daher sind diese bei machen Anbietern für die Hundehaftpflichtversicherung grundsätzlich ausgeschlossen. Leider sind die Beiträge bei diesen Hunderassen meist deutlich höher, da ein höheres Gefahrenpotential unterstellt wird.

Beachten Sie bitte, dass die Haftpflichtversicherung nur bei Schäden an Dritten zahlt. Zerbeißt Ihr Hund Ihr Sofa, kommt die Versicherung leider nicht für die Kosten auf. Auch Tierarztkosten sind hier nicht abgedeckt. Eine weitere Besonderheit ist, dass Ihre Angehörigen von Schadensersatzansprüchen ausgenommen sind. Wird eines Ihrer Familienmitglieder gebissen, leistet die Hundehaftpflichtversicherung in aller Regel nicht.

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Zusatzoptionen

Sie sollten sich auch überlegen, ob Sie Mietsachschäden mitversichern möchten. Zerkratzt Ihr Hund beispielsweise das Parkett einer Ferienwohnung, kann sich der geringfügige Mehrbeitrag schnell bezahlt machen. Fahren Sie mit Ihrem Hund häufig im Urlaub, kann dies sehr sinnvoll sein.

Ein weiterer Vorteil ist, dass die Hundeversicherung in aller Regel auch im Urlaub für Schäden haftet. Durch die ungewohnte Umgebung, kann Ihr Liebling besonders hier ungewöhnlich ungestüm sein. Achten Sie daher unbedingt darauf, dass die Versicherung Schäden im Ausland abdeckt. Bei den meisten Versicherungen ist dies aber Standard.

Optional besteht bei manchen Versicherungen auch die Möglichkeit "Deckschäden" mit zu versichern. Hierbei sind dann solche wirtschaftliche Folgen abgesichert, die entstehen, wenn Ihr Rüde unbeabsichtigt eine Hündin schwängert.

Pferdeversicherung Vergleich

Zwar sind Pferde sehr sanfte Wesen, doch auch Fluchttiere. Droht eine vermeintliche Gefahr, ist ein Unfall durch ein plötzliches Scheuen nicht auszuschließen. Verursacht Ihr Pferd dadurch einen Schaden, sind Sie auch hier in vollem Umfang haftbar. Daher ist auch hier eine Pferdeversicherung dringend anzuraten, auch wenn es hierfür keine gesetzliche Pflicht gibt. Doch auch hier gibt es einige Dinge zu beachten.

Grundsätzlich lässt sich auch hier sagen, dass die Versicherungssumme ausreichend hoch gewählt werden sollte, um bei schweren Unfällen nicht doch auf einem Teil der Kosten sitzen zu bleiben. Auch hier sollten 5 Millionen nicht unterschritten werden.

Neben der Deckungssumme, ist auch die Höhe der optionalen Selbstbeteiligung entscheidend für die Beitragshöhe. Darüber hinaus ist es auch wichtig was die Aufgaben und das Alter des Pferdes sind sowie die Tatsache ob es geritten wird oder nicht. Nutzen Sie Ihr Pferd als Kutschpferd oder für gelegentliche private Kutschfahrten? Dann müssen Sie darauf achten, dass dies explizit mit versichert ist.

Wenn Sie mit Ihrem Pferd an Turnieren teilnehmen bzw. teilnehmen möchten, achten Sie bitte darauf, dass auch dies zusätzlich mit versichert werden muss. Nicht jeder Tarif deckt dies standardmäßig ab. Das gleiche gilt auch, wenn Fremd- bzw. Gastreiter mit Ihrem Pferd reiten. Reitbeteiligungen werden leider von manchen Versicheren nicht mit versichert.

Miet- und Flurschäden sollten, wie oben bereits erwähnt, ebenfalls mit in Ihrer Pferdeversicherung abgesichert werden. So sind auch Schäden an gemieteten Anhängern oder an der gemieteten Stallbox abgedeckt. 

Pferdeversicherung Vergleich  - Ein Unfall ist schnell passiert!

Falls Sie Ihr zu versicherndes Pferd gewerblich nutzen, z.B. zur Reitausbildung oder an Reitbegeisterte verleihen, reicht die herkömmliche Pferdeversicherung allerdings nicht. In diesem Fall benötigen Sie eine Schulpferdhaftpflichtversicherung bzw. eine Verleihpferdehaftpflicht. Besitzen Sie einen Hengst, kann es durchaus Sinn machen, auch ungewollte Deckakte mit zu versichern. 



Tierhaftpflichtversicherung Vergleich - Rechner

Wie Sie gesehen haben, gibt es  bei der Auswahl der geeigneten Versicherung einiges zu beachten. Abhängig vom Versicherer und vom jeweiligen Tarif kann der Leistungsumfang teils stark variieren. Der Preis allein ist daher nicht das entscheidende Kriterium. Nachfolgend finden Sie einen Vergleichsrechner, der Ihnen dabei hilft den passenden Tarif im Dschungel der Möglichkeiten zu finden. Passen Sie den Tierhaftpflichtversicherung Vergleich Ihren Bedürfnissen an.


Die Pflichten des Versicherungsnehmers

Besondere gefahrdrohende Umstände sind innerhalb angemessener Frist zu beseitigen. Das sind Umstände, die mit sehr großer Wahrscheinlichkeit zu einem Schaden führen werden. Ein Umstand, der schon zu einem Schaden geführt hat, gilt stets als besonders gefahrdrohend. Ein Beispiel: ein Hund hat schon mal einen Passanten angefallen und gebissen. Es ist daher zumutbar und auch angemessen, dass der Hund in Zukunft nur noch mit Beißkorb ausgeführt wird.

Ist ein Versicherungsfall eingetreten, müssen Sie unverzüglich Ihren Versicherer verständigen und dessen Weisungen Folge leisten. Machen sie dem Geschädigten keinerlei Zusagen und versuchen Sie nicht, ohne Rücksprache mit Ihrem Versicherer, den Schaden zu regulieren. Dies könnte schlimmstenfalls sogar dazu führen, dass Sie den Anspruch auf die Leistung verlieren.